HOME

"Die Oma muss weg": Großvater soll Enkel zum Mord angestiftet haben

In einer kleinen oberösterreichischen Gemeinde ereignete sich im Oktober 2012 eine grausame Bluttat: Ein Enkel ermordert seine Oma, sein Opa soll ihn dazu angestiftet haben. Jetzt beginnt der Prozess.

Mit den Worten "Die Oma muss weg" soll ein Großvater seinen Enkel zum Mord an dessen Großmutter angestiftet haben. Nun stehen beide Männer in Oberösterreich vor Gericht. Der damals 18-Jährige soll die 68-Jährige mit einer Axt und einer Hacke attackiert sowie mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Am Montag startete der Mordprozess am Landesgericht Ried im Innkreis. Der Enkel hat die Bluttat, die sich im Oktober 2012 in Taufkirchen an der Pram abspielte, nahe der Grenze zu Bayern, gestanden.

Das Abhängigkeitsverhältnis zu seinem Großvater sei Motiv für die Tat gewesen. Insgesamt dreimal habe der 72-Jährige dazu gedrängt, die Großmutter umzubringen. "Es war mir nicht möglich, Nein zu sagen. Ich hab' befürchtet, dass er mir was antut", sagte der Enkel. Seine Großmutter habe er eigentlich immer gern gehabt. Der Großvater hat alle Vorwürfe abgestritten.

Laut Anklage soll der Rentner einen Raubmord als Inszenierung vorgeschlagen und seinem Enkel dafür auch eine passende Anleitung gegeben haben. Der Großvater habe sich mit dem Mord aus einer von seinen Seitensprüngen geprägten Ehe befreien wollen. Beiden Männern, die bislang unbescholten waren, drohen bis zu 20 Jahre oder lebenslange Haft.

juho/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?