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Brutale Frauenmorde Voll zurechnungsfähig: Was dem "Hollywood Ripper" jetzt droht

Der Angeklagte Michael Gargiulo, auch bekannt als der "Hollywood Ripper"
Der Angeklagte Michael Gargiulo, auch bekannt als der "Hollywood Ripper"
© Lucy Nicholson / AFP
Der "Hollywood Ripper" wurde wegen brutaler Frauenmorde und versuchten Mordes schuldig gesprochen. Geschworene halten den 43-jährigen Täter außerdem für zurechnungsfähig. Das hat Konsequenzen für ein mögliches Urteil.

Der in einem aufsehenerregenden Mordprozess schuldig gesprochene und als "Hollywood Ripper" bekannt gewordene Michael G. ist von Geschworenen in Los Angeles für zurechnungsfähig erklärt worden. Damit droht dem 43-Jährigen nun die Todesstrafe. Im September soll die Jury aus je sechs Frauen und Männern über das Strafmaß beraten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Hätte das Gremium ihn zum Zeitpunkt der Straftaten für unzurechnungsfähig befunden, hätte G. seine Strafe in einer Anstalt verbüßt. 

Vorige Woche war er wegen Mordes an zwei Frauen und versuchten Mordes an einem dritten Opfer schuldig gesprochen worden. Bei seinen Taten war er äußerst brutal vorgegangen.

G. wurde 2008 wenige Wochen nach einem Messerangriff auf eine Nachbarin in Santa Monica festgenommen. Die Frau überlebte. Durch DNA-Spuren wurde der Tatverdächtige mit der Ermordung von zwei Frauen in den Jahren 2001 und 2005 in Verbindung gebracht.

Ashton Kutcher als Zeuge vor Gericht

Im Jahr 2001 war die 22-jährige Ashley Ellerin in ihrem Haus mit 47 Messerstichen getötet worden. Ellerin war eine Bekannte des US-Schauspielers Ashton Kutcher. Er hatte als Zeuge in dem mehrmonatigen Verfahren ausgesagt. In einem weiteren Prozess wird G. die Ermordung einer 18-Jährigen im Jahr 1993 in Chicago im US-Bundesstaat Illinois vorgeworfen.

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G. hat die Morde abgestritten. Den Angriff auf die Nachbarin in Santa Monica räumten seine Verteidiger jedoch ein. Über ihren Mandanten sagten sie, er habe an einer psychischen Störung gelitten und könne sich nicht an den Vorfall erinnern. Als Kind sei er schwer misshandelt worden. Die Anklage sprach dagegen von kalkulierten und akribisch ausgeführten Taten.

rw DPA

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