HOME

Urteil bestätigt: BGH schließt spektakulären "Mord ohne Leiche"-Fall ab

Eine Frau verschwindet, ihr Mann soll sie getötet haben: Seit Jahren beschäftigt der Kölner "Mord ohne Leiche" die Justiz bis in die höchsten Instanzen. Nun hat der BGH das endgültige Urteil gefällt.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil im Kölner "Mord ohne Leiche" bestätigt.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil im Kölner "Mord ohne Leiche" bestätigt.

Der spektakuläre Kölner "Mord ohne Leiche" ist juristisch abgeschlossen. Fast acht Jahre nach dem Verschwinden einer Philippinin verwarf der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag die Revision des Ehemanns gegen dessen Verurteilung zu lebenslanger Haft. Auch die Revision einer Angehörigen der seit April 2007 verschollenen Frau gegen Freisprüche für die Schwester und den Schwager des Ehemanns blieb erfolglos.

In dem Indizienprozess ging es um die Frage, ob der Ehemann Siegfried K. mithilfe seiner Schwester und seines Schwagers die getrennt von ihm lebende Frau getötet hat - laut Anklage, weil er es nicht ertragen konnte, dass die Philippinin den gemeinsamen Sohn womöglich mit in ihre Heimat nehmen könnte. Das Trio war deshalb Ende 2007 verhaftet worden und musste sich seit 2008 vor Gericht verantworten. Trotz umfangreicher Ermittlungen waren allerdings weder Spuren des Mordes noch die Leiche der Verschollenen gefunden worden.

Gleichwohl verurteilte das Kölner Landgericht im Jahr 2009 die drei Angeklagten wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen zu lebenslanger Haft. Dieses Urteil hob der BGH im September 2011 allerdings auf: Die Polizei hatte im Auto des Ehemannes ein Mikrofon installiert und ein Selbstgespräch belauscht, in dem sich der Angeklagte erheblich belastete. Diese Bespitzelung war dem BGH zufolge unzulässig, weil das Innere eines Autos ebenso wie etwa ein Schlafzimmer zum absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit gehört, in dem nicht überwacht werden darf.

Im zweiten Verfahren wurde Siegfried K. dann im Januar 2013 auf Grundlage weiterer Indizien erneut zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Schwester und seinen Schwager sprach das Kölner Landgericht dagegen frei - weil den beiden aus Sicht des Gerichts die Beteiligung an der Tat nicht mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden konnte. Dieses Urteil wurde nun vom BGH bestätigt.

mad/DPA/AFP / DPA
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.