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"MS Melody": Piraten überfallen Kreuzfahrtschiff

Das deutsch-italienische Kreuzfahrtschiff "MS Melody" wurde auf dem Weg von Südafrika nach Genua von Piraten beschossen. Sicherheitsleute an Bord konnten die Seeräuber verjagen. Auf dem Schiff befinden sich zahlreiche deutsche Passagiere.

Piraten haben ein Kreuzfahrtschiff mit rund 1500 Menschen an Bord angegriffen. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, konnte die "MS Melody" der deutsch-italienischen Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere S.A. der Attacke vor der somalischen Küste allerdings entkommen. Auch ein Sprecher der EU-Mission "Atalanta" bestätigte den Überfall. Nach Informationen von "Spiegel Online" sind an Bord des Kreuzfahrtschiffes zahlreiche Deutsche.

Das Schiff sei von sechs mit Kalaschnikow-Schnellfeuergewehren bewaffneten Piraten beschossen worden. Auch der Kapitän habe mit "Manövern" reagiert. Allerdings hatte das Kreuzfahrtschiff nach Erkenntnissen der EU-Mission bewaffnete Sicherheitskräfte an Bord, die den Angriff zurückschlagen konnten. Über Verletzte auf dem Schiff oder unter den Angreifern lagen zunächst keine Informationen vor, so der Sprecher. Das Schiff habe seine Fahrt mittlerweile fortgesetzt.

Zuvor hatte ein Passagier aus Baden-Württemberg "Spiegel Online" am Telefon von dem Angriff berichtet. "Während einer Show an Bord sind plötzlich Schüsse gefallen", sagte er. Er habe mehrere Schüsse gehört, die offenbar außerhalb des Schiffes abgegeben worden seien. Andere Passagiere hätten zuvor ein weißes Schnellboot gesehen, das dem Kreuzfahrtschiff gefolgt sei. Die "MS Melody" war von den Seychellen gekommen und auf dem Weg von Südafrika nach Genua gewesen.

DPA / DPA
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