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Angst vorm "Slenderman" als Motiv: Im Internet-Wahn auf Mitschülerin eingestochen: US-Mädchen muss 25 Jahre in Anstalt

Als sie zwölf Jahre alt war, stach sie mit einer Freundin 19 Mal auf eine Mitschülerin ein. Sie sagt, eine düstere Internetfigur habe sie dazu gedrängt. Nun muss die mittlerweile 16-Jährige für lange Zeit in eine geschlossene Anstalt.

Die heute 16-Jährige bei ihrer Gerichtsverhandlung zum Mordversuch an einer Mitschülerin

Die heute 16-Jährige bei ihrer Gerichtsverhandlung zum Mordversuch an einer Mitschülerin

Ein Mädchen in den USA muss wegen eines bizarren Mordversuchs für 25 Jahre in eine geschlossene psychiatrische Anstalt. Ein damals zwölfjähriges Mädchen hatte 2014 zusammen mit einer Freundin 19 Mal auf eine Mitschülerin eingestochen, weil sie sich durch den "Slenderman", eine düstere fiktive Internetfigur, zu der Bluttat aufgefordert fühlte.

Als Tatmotiv hatte die Zwölfjährige Wahnvorstellungen und Angst vor dem "Slenderman" angegeben: Er hätte ihrer Familie etwas antun können, wenn sie den Mordauftrag nicht ausgeführt hätte. Das Opfer hatte die Messerattacke verletzt überlebt.

Einweisung zum "Schutz und Sicherheit der Gesellschaft"

Mit der Einweisung für 25 Jahre schöpfte der Richter in Waukesha im Bundesstaat Wisconsin das maximale Strafmaß aus. "Dadurch sollen Schutz und Sicherheit der Gesellschaft garantiert werden", erklärte er am Donnerstag in der Urteilsbegründung. Eine gleichaltrige angeklagte Mittäterin soll im Februar verurteilt werden.

Die beiden Mädchen hatten die Tat gestanden und auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert. Vor der Verkündung zeigte sich die Verurteilte reuig: "Ich werde alles tun um sicherzustellen, dass ich keine Wahnvorstellungen mehr bekomme. Jeder soll wissen, dass ich das, was an diesem Tag geschah, zutiefst bedaure."

USA: "Vorsicht vor dem Slenderman"

Der Fall hatte in den USA großes Aufsehen erregt. Ein Video mit dem Verhör der beiden Mädchen war vergangenes Jahr Teil eines Dokumentarfilms im Sender HBO mit dem Titel "Vorsicht vor dem Slenderman".

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fin / AFP
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