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Vorlage für "Tatort" aus Ludwigshafen: So verlor Dominique Strauss-Kahn Amt und Ehe

Der Skandalpolitiker im gestrigen "Tatort" erinnerte stark an den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn. Den kosteten seine Affären tatsächlich Amt, Karriere und Ehe.

Dominique Strauss-Kahn im Februar 2011: Der damalige IWF-Chef galt als Herausforderer von Sarkozy bei den kommenden Präsidentschaftswahlen

Dominique Strauss-Kahn im Februar 2011: Der damalige IWF-Chef galt als Herausforderer von Sarkozy bei den kommenden Präsidentschaftswahlen

Im Mittelpunkt des "Tatorts" aus Ludwigshafen stand der triebgesteuerte Politiker Joseph Sattler, der in eine Sex-Falle tappt: Politische Gegner haben ein Zimmermädchen bestochen, ihn wegen Vergewaltigung anzuzeigen. Es wären nicht die ersten Vorwürfe dieser Art - und nun könnten sie ihn tatsächlich seine Karriere kosten. Nicht wenige fühlten sich an den früheren IWF-Präsidenten Dominique Strauss-Kahn erinnert. Die Autoren der Folge "Room Service", Stefan Dähnert und Patrick Brunken, haben den Fall bewusst an die Vorkommnisse von 2011 angelehnt. Doch was ist damals genau geschehen?

Das Zimmermädchen Nafissatou Diallo hatte Strauss-Kahn vorgeworfen, sie nackt in seinem New Yorker Hotelzimmer überfallen und zum Oralsex gezwungen zu haben. Strauss-Kahn bestritt zunächst sämtliche Vorwürfe, räumte dann aber einen sexuellen Kontakt ein. Der sei zwar für ihn als Ehemann moralisch verwerflich, aber einvernehmlich gewesen. Strauss-Kahn war damals als IWF-Chef einer der mächtigsten Männer der Welt.

DSK verlor sein Amt

Strauss-Kahn war noch am Flughafen verhaftet und nach anfänglicher Einzelhaft unter strengsten Hausarrest gestellt worden. Als Zweifel an der Glaubwürdigkeit Diallos laut wurden, schlug die New Yorker Staatsanwaltschaft ihre eigene Anklage nieder. Der Fall war rund 18 Monate nach der spektakulären Festnahme außergerichtlich beigelegt worden. Medienberichten zufolge hat Strauss-Kahn Diallo rund sechs Millionen Dollar gezahlt, um die Affäre endlich hinter sich zu bringen.

Der heute 63-jährige Ex-Politiker hatte über die Affäre aber sein Amt und die Chancen auf die französische Präsidentschaft verloren. Später trennte sich auch seine Frau von Strauss-Kahn, der in Frankreich auch DSK genannt wird.

che mit DPA