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Landgericht München Er tarnte sich mit einer Wolfsmaske und vergewaltigte ein Kind – lange Haftstrafe für 45-Jährigen

Der im "Wolsmasken-Prozess" Angeklagte zum Prozessbeginn im März im Landgericht München
Der im "Wolsmasken-Prozess" Angeklagte zum Prozessbeginn im März im Landgericht München
© Sven Hoppe / DPA
Die Tat schockierte München: Vor gut zwei Jahren wurde eine Elfjährige von einem mit einer Wolfsmaske getarnten Mann vergewaltigt. Jetzt hat das Landgericht sein Urteil gegen den Täter gesprochen.

Wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen im Juni 2019 in München muss ein 45-Jähriger für zwölf Jahre in Gefängnis. Das Landgericht in der bayerischen Landeshauptstadt verhängte laut Nachrichtenagentur DPA außerdem die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung gegen den einschlägig vorbestraften Mann.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann das Mädchen vor gut zwei Jahren am helllichten Tag in ein Gebüsch gezerrt und es dort vergewaltigt hat. Getarnt war der Täter mit einer Wolfsmaske. Die Tat hatte in München und darüber hinaus für Entsetzen gesorgt.

Täter gestand im Münchener "Wolfsmasken-Prozess"

Im Verlauf des Prozesses gestand der 45-Jährige, sein Opfer zuvor in der S-Bahn beobachtet und fotografiert zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drohte er damit, das Kind und dessen Eltern zu töten, sollte die Polizei eingeschaltet werden. Der Angeklagte räumte die Vorwürfe im Wesentlichen ein.

Der Verurteilte war in der Vergangenheit bereits wegen mehrerer anderer Sexualdelikte an Kindern in die Psychiatrie eingewiesen wurden und befand sich zur Tatzeit in Lockerungen des Maßregelvollzuges. Er durfte unbegleitet von seiner betreuten Wohngemeinschaft zu seiner Arbeitsstelle fahren. Auf diesem Weg, so gestand er, fiel er über das Kind her. Auch wegen dieser Umstände setzte anschließend eine Diskussion über die Resozialisierung von Sexualstraftätern ein.

Die Verteidigung des Mannes forderte in dem "Wolfsmasken-Prozess" die erneute Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung. Sie ging von verminderter Schuldfähigkeit wegen einer psychischen Erkrankung aus. Die Staatsanwaltschaft sah den Mann dagegen als schuldfähig an und plädierte auf 14 Jahre Haft mit anschließende Sicherungsverwahrung.

Das Urteil des Landgerichts München ist noch nicht rechtskräftig.

wue / mit DPA-Material

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