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13 Tote in mexikanischem Gefängnis: Häftlinge liefern sich blutigen Kampf

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in einem Gefängnis in Mexiko sind Häftlinge mit Waffen aufeinander losgegangen. 13 Insassen wurden getötet, weitere schweben in Lebensgefahr.

Bei Krawallen in einem Gefängnis im zentralmexikanischen Bundesstaat San Luis Potosi sind am Samstag mindestens dreizehn Menschen getötet worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden zudem mindestens 65 weitere Menschen verletzt. Wie die Behörden mitteilte, brach in einer Haftanstalt in den frühen Morgenstunden in mehreren Schlafsälen der Haftanstalt ein Kampf aus, an dem sich mindestens 100 Insassen beteiligten.

Die Gefangenen attackierten sich mit selbstgebauten Stichwaffen und fügten sich größtenteils Stichverletzungen und Quetschungen erlitten. Über 20 Verletzte seien in einem kritischen Zustand, zitierte die Tagezeitung "El Universal" in ihrer Onlineausgabe den Gouverneur des Bundesstaates, Fernando Toranzo Fernández. Welche Ursache die Gewalt hatte, wurde nicht mitgeteilt.

Mexikanische Gefängnisse stark überfüllt

Soldaten und Polizisten brachten die Lage nach einigen Stunden wieder unter Kontrolle, wie das Innenministerium mitteilte. Der Gouverneur habe eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft. Vor allem solle geprüft werden, ob die Wächter die Häftlinge aus ihren Zellen ließen.

Die mexikanischen Gefängnisse sind nach Angaben der Menschenrechtskommission des Landes stark überfüllt. Auf gut 188.000 Plätze kommen demnach mehr als 237.000 Gefangene. Der Kommission zufolge starben seit dem Beginn des vergangenen Jahres fast 280 Häftlinge nicht natürlicher Tode.

jat/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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