HOME

25. 000 Euro Schmerzensgeld: 34-jähriger Frau wurde grundlos eine Brust entfernt

Jahrelang hat eine gesunde 34-Jährige, der unnötigerweise eine Brust amputiert wurde, um Gerechtigkeit gekämpft - jetzt bekommt sie 25 000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Jahrelang hat eine gesunde 34-Jährige, der unnötigerweise eine Brust amputiert wurde, um Gerechtigkeit gekämpft - jetzt bekommt sie 25 000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Diesen Betrag wird das Klinikum Böblingen-Sindelfingen zahlen. So wurde es in einem überraschend zustande gekommenen außergerichtlichen Vergleich vereinbart, bestätigte die Anwältin der Patientin am Montag. Dafür zieht die Frau ihre Klage vor dem Landgericht Tübingen zurück.

In der Tübinger Pathologie waren nach Einschätzung der Richter Gewebeproben verwechselt worden. Dadurch diagnostizierten die Ärzte bei der gesunden Mutter Krebs und entfernten 2006 im Krankenhaus Böblingen-Sindelfingen eine Brust. Jahrelang hatten sich der zuständige Pathologe der Uniklinik Tübingen und das Böblinger Krankenhaus gegenseitig die Schuld zugeschoben. Deshalb hatte sich bis jetzt auch niemand bei der Frau entschuldigt.

Das Gericht wird durch die Einigung nun zwar nicht endgültig entscheiden müssen, wer tatsächlich die Schuld für die unnötige Brust-Amputation trägt. Die Richter hatten aber mehrmals deutlich gemacht, dass die Verwechslung der Gewebeprobe den Indizien zufolge nur in der Tübinger Pathologie passiert sein könne.

Trotzdem hatte der Pathologe am vergangenen Donnerstag erneut in letzter Minute einem Vergleich widersprochen, den das Gericht ausgehandelt hatte. Dadurch sah es so aus, als würde sich der Prozess weiter in die Länge ziehen. Die Anwältin des Pathologen hatte angekündigt, notfalls durch alle Instanzen bis zum Bundesgerichtshof gegen eine Verurteilung ihres Mandaten anzugehen.

Diese Aussicht war für die 34-Jährige, die durch den Behandlungsfehler psychisch krank wurde, das Schlimmste. "Das Belastende ist dieser Prozess überhaupt. Es geht mir nicht um irgendwelche Beträge. Ich habe nicht die Kraft, das durchzufechten. Ich möchte es beenden", hatte sie vor Gericht gesagt.

Auch an der außergerichtlichen Einigung, die nun geschlossen wurde, ist der Tübinger Pathologe nicht beteiligt. Die Böblinger Klinik, die nun den Schadensersatz an die Patientin zahlt, wird ihn aber aller Voraussicht nach in Regress nehmen.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.