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42-Jähriger bezahlt Apothekenraub mit dem Leben: Polizei erschießt flüchtigen Räuber

Der durch Polizei-Schüsse getötete Räuber in Köln ist von insgesamt fünf Kugeln getroffen worden. Tödlich gewesen sei ein Schuss in den Hals. Vier Schüsse trafen den Mann im linken Bein.

Der durch Polizei-Schüsse getötete Räuber in Köln ist von insgesamt fünf Kugeln getroffen worden. Das habe die Obduktion ergeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alfred Willwacher, am Dienstagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. Tödlich gewesen sei ein Schuss in den Hals. Vier Schüsse trafen den Mann im linken Bein. Bei dem Toten handele es sich um einen 42-jährigen Kölner. Er hatte am Montagnachmittag eine Apotheke in Köln-Merheim überfallen. Auf der anschließenden Flucht wurde er von der Polizei erschossen.

Ob die Schüsse alle aus einer einzigen Polizeiwaffe abgegeben wurden oder ob mehrere Beamten schossen, sei noch unklar, sagte Willwacher. Der Mann hatte eine Gaspistole bei sich, die einer scharfen Schusswaffe täuschend echt gesehen habe. Nach bisherigen Zeugenaussagen habe er damit auch auf die Beamten gezielt, sagte Willwacher. Demnach hätten die Polizisten den Flüchtigen bei der Verfolgung drei Mal vergeblich aufgefordert, stehenzubleiben und die Waffe niederzulegen. Auch Warnschüsse hätten den Mann nicht zum Aufgeben bewegt.

Der Täter hatte die Apotheke mit einer Sonnenbrille und einer weißen Kappe betreten und mit vorgehaltener Pistole Bargeld gefordert. Er flüchtete mit mehreren Hundert Euro Beute. Die Angestellten alarmierten die Polizei.

Eine Ermittlungskommission unter Leitung der Staatsanwaltschaft untersucht den Fall. "Das ist wie ein großes Puzzle, bei dem jetzt nach und nach die Teile zusammengesetzt werden müssen", sagte eine Polizeisprecherin in Köln.

DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?