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Aachen: Gefängnis-Wärter nahm Geld an

Bereits zehn Tage vor dem Ausbruch zweier Schwerverbrecher aus dem Gefängnis von Aachen sind gegen einen Wärter Ermittlungen wegen Bestechlichkeit eingeleitet worden.

Bereits zehn Tage vor dem Ausbruch zweier Schwerverbrecher aus dem Gefängnis von Aachen sind gegen einen Wärter Ermittlungen wegen Bestechlichkeit eingeleitet worden. Das sagte am Dienstag Oberstaatsanwalt Robert Deller und bestätigte damit einen Bericht der "Aachener Nachrichten". Der Beamte soll Geld von der Ehefrau eines Häftlings erhalten haben. Gleichzeitig betonte Deller aber, der Fall habe nichts mit dem Ausbruch zu tun.

Der Oberstaatsanwalt wollte nicht sagen, ob es sich dabei um den Wärter handelte, der nach dem Ausbruch festgenommen wurde, weil er den beiden Verbrechern Michael Heckhoff (50) und Peter Paul Michalski (46) zur Flucht verholfen haben soll. Dieser Bedienstete verweigert nach wie vor die Aussage. Die Staatsanwaltschaft will in absehbarer Zeit eine Entscheidung treffen, ob gegen ihn Anklage erhoben oder das Ermittlungsverfahren eingestellt werde, sagte Deller.

Heckhoff und Michalski waren am 26. November aus der Justizvollzugsanstalt Aachen ausgebrochen. Auf ihrer Flucht quer durch Nordrhein-Westfalen hatten sie nacheinander mehrere Menschen in ihre Gewalt gebracht. Heckhoff konnte schließlich in Mülheim festgenommen werden, Michalski in Schermbeck am Niederrhein.

DPA / DPA