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Acht Frauenleichen entdeckt: Jagd auf den Killer von Long Island

Eine Mordserie erschüttert das mondäne Long Island. Den acht Frauenleichen an den pittoresken Stränden im Osten von New York dürfte mindestens eine weitere folgen. In dem Idyll geht die Angst um, die Polizei steht unter Druck.

Von Dirk Benninghoff

Long Island ist das Gegenteil von Grausamkeit. Lange Strände, prächtige Villen, ländlicher Charme -die 200 Kilometer lange Insel im Osten von New York hat den Schriftsteller F. Scott Fitzgerald zu seinem "Großen Gatsby" inspiriert und lockt die New Yorker Haute-Volée auch im realen Leben in Scharen in die Sommerfrische. In diesem Sommer jedoch könnte ein morbider Schatten über dem Tummelplatz der High Society liegen. In der Mitte der Insel, zwischen Manhattan im Westen und den mondänen Hamptons im Osten, wurden Frauenleichen gefunden. Inzwischen sind es acht, und die Prostitierte, nach der die Polizei eigentlich fahndet, ist noch gar nicht dabei. Offenbar geht auf Long Island ein Serienkiller um.

Die ersten Leichen fand die Suffolk County Police im Dezember. Damals war sie auf der Suche nach Shannon Gilbert. Die 24-jährige Prostituierte aus Jersey City wurde zuletzt am 1. Mai 2010 gesehen. Gilbert kam damals zur Strandgemeinde Oak Beach, um einen Freier zu treffen. Sie inserierte in dem Online-Stellenmarkt "Craigslist", weshalb jetzt schon das Schlagwort vom "Craigslist Killer" die Runde macht. Gus Coletti sah die junge Frau, bevor sie verschwand. Der Rentner schilderte der der "New York Times", wie es damals am 1. Mai um kurz vor fünf Uhr morgens bei ihm geklopft habe. "Ich hörte jemanden schreien. Ich öffnete die Tür, und da stand sie. Ich fragte: 'Was ist los?' Sie sagte: 'Helfen Sie mir!'" Als der Rentner dann die Nummer vom Notruf gewählt habe, sei Gilbert weggelaufen. Einige Momente später sei ein Geländewagen um das Haus gefahren, offenbar auf der Suche nach der Prostituierten.

Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Dafür fand die Polizei bislang acht Leichen in der Gegend, vier im Dezember am Gilgo Beach, die letzten drei am Montagabend am Oak Beach. Die Frauen wurden zwischen dem Juli 2007 und dem September 2010 als vermisst gemeldet. Die vier vom Dezember, so glaubt Chief Detective Dominick Varrone, "sind die Arbeit eines Serienkillers". Bei den anderen Fällen sind sich die Ermittler noch nicht sicher. Die letzten vier Leichen hätten tiefer im Unterholz gelegen und zudem einiges entfernt von den Toten vom Dezember.

Angst in Oak Beach

Gilberts Schwester Sherre und ihre Familie wurden bereits zum dritten Mal von der Polizei gerufen, um Shannan zu identifizieren. Die Hoffnung, ihre Schwester lebend zu finden, schwindet. Die Gilberts wollen endlich Gewissheit. "Wir müssen meine Schwester finden, sie ist da draußen irgendwo", sagte Sherre der "New York Post".

Die Einwohner von Oak Beach, einer sehr beschaulichen Gemeinde, sind voller Angst. Laura Coletti, Frau des "letzten Zeugen", traut sich nicht mehr am Ocean Parkway entlang zu gehen, ältere Nachbarn bitten ihren auch schon 76-jährigen Mann, auf sie aufzupassen. Dabei leben sie in einer "Gated Community", also in einer von Zäunen und Sicherheitspersonal abgeschirmten Wohnanlage. Zudem hat sich der Killer jüngere Frauen vorgenommen: Alle acht Opfer waren Frauen in den Zwanzigern, alle waren weiß. Die vier Opfer, die im Dezember gefunden wurden, waren allesamt Prostituierte, die auf "Craigslist" inserierten.

Realer als die Bedrohung für die Rentnerinnen von Oak Beach sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Morde: Die Immobilienpreise in der beschaulichen Gegend fallen seit den ersten Leichenfunden im Dezember. Wie Coletti in der "New York Times" berichtet, seien die Preise in seiner "Gated Community" von einer Million auf 600.000 Dollar abgestürzt. Dass die Polizei den Strand auf einer Länge von elf Kilometern abgesperrt hat, wird die Preise nicht beleben. Gilgo und Oak Beach gehören zu der Stadt Babylon, die eine gute Stunde Autofahrt von Manhattan entfernt liegt. Viel mehr Menschen außer den Colettis leben dort nicht: Der letzte Zensus im Jahr 2000 zählte 333 Einwohner in der Strandgemeinde.

War es ein Einheimischer?

So hoffen die Einwohner schon um ihrer selbst willen endlich auf ein Ende der grausigen Funde. Viel Hoffnung kann ihnen die Polizei nicht machen, sie erwartet weitere Leichen, zumindest die von Shannan Gilbert. Und eine Vermutung dürfte das Unbehagen weiter steigern: Es könnte ein einheimischer Täter sein. Der Ex-FBI-Ermittler Brad Garrett sagte dem Sender ABC: "Die vielen Leichenfunde auf begrenztem Raum lassen darauf schließen, dass sich der Killer gut auskennt entlang dieser Straße. Er wuchs hier auf, arbeitet und lebt hier oder hat einen Grund, immer wieder zurückzukehren." Von den Kollegen der Suffolk County Police hat sich jedoch noch niemand in diese Richtung geäußert.

Bis zum Mai sollten die Cops den Täter ermittelt haben. Dann beginnt wieder die Saison an den Stränden von Long Island. Leichenfunde inmitten der Sommerfrische - es wären mehr als ein paar Schatten auf dem Image der "Gatsby"-Insel.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.