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Staatskrise zwischen Italien und Ägypten: Wer schändete Giulio Regeni zu Tode?

Der Foltertod eines italienischen Studenten in Kairo vergiftet das Klima zwischen Italien und Ägypten. Nun hat Rom seinen Botschafter abgezogen, weil die ägyptischen Behörden wenig dazu beitragen, die grausame Tat aufzuklären.

Giulio Regeni Ägypten Studentenausweis

Giulio Regenis Studentenausweis für Ägypten

Als man Giulio Regeni fand, halbnackt an einer Schnellstraße bei Kairo, fehlten ihm die Finger- und die Fußnägel. Seine Ohren waren abgeschnitten und der Körper war übersät mit Brandwunden von Zigaretten und Schnitten. Auch Oberarmknochen und Schulterblätter wurden ihm gebrochen. "Animalische, inakzeptable Gewalt" sei seinem Landsmann zugefügt worden, sagte Italiens Innenminister Angelino Alfano Anfang Februar, nach dem die geschundene Leiche des 28-jährigen Studenten obduziert worden war.

"Ägypten verhält sich beleidigend" 

Fast zwei Monate sind seit dem Mord an dem italienischen Studenten vergangen, seit zwei Monaten ist unklar, wer ihn so furchtbar zugerichtet hat. Die Ermittlungen der ägyptischen Polizei jedenfalls verliefen so unbefriedigend, dass die italienische Regierung nun ihren Botschafter in Kairo zurück nach Rom beordert hat. "Das Verhalten Ägyptens kann ohne Übertreibung als provokativ und beleidigend bezeichnet werden", schrieb die Zeitung "La Repubblica" zum neuesten Höhepunkt einer mysteriösen Tat, die die Beziehungen beider Länder zueinander vergiftet.

Dass der Disput mittlerweile auf den höchsten politischen Ebenen angekommen ist, hat vor allem damit zu tun, dass die Ägypter ständig neue Versionen des Tathergangs präsentieren und es den Italienern schwerfällt, ihnen noch irgendetwas zu glauben. Es müsse sichergestellt werden, dass die Wahrheit über den "barbarischen Mord" ans Licht komme, hieß es im Außenministerium in Rom. Dabei mangelt es jedenfalls nicht an einer Auswahl möglicher Szenarien.

Giulio Regeni Ägypten Trauermarsch

Trauermarsch für Giulio Regeni. Zur Beisetzung des Studenten in Fiumicello bei Udine am 12. Februar kamen hunderte Gäste. Regeni war zuvor in Ägypten ermordet worden.


Giulio Regeni verschwand am 25. Januar 2016. Es war der fünfte Jahrestag des Aufstands gegen den früheren Machthaber Hosni Mubarak, die Straßen waren voll mit Sicherheitskräften. Regeni wollte eigentlich zu einer Geburtstagsfeier, die nur wenige Minuten von seinem Wohnort entfernt stattfand. Doch dort kam er nie an. Erst neun Tage später fand ein Taxifahrer die Leiche des Italieners. Der zuständige Polizeichef sprach zunächst von einem Verkehrsunfall der den Doktoranten derart zugerichtet habe. Als nach einigem Hin und Her der Leichnam untersucht wurde, kam heraus, dass der Italiener augenscheinlich massiv gefoltert worden war. Was die Frage aufwarf: von wem?

Es war eine Bande! Nein, der IS!

Die Staatsanwaltschaft in Kairo brachte dann die Version ins Spiel, Regeni sei von einer Bande getötet worden, die auf die Entführung von Ausländern spezialisiert ist. Sicherheitskräfte präsentierten die Schuldigen: die Frau, die Schwester, den Bruder und den Schwager eines Mannes, der kurz zuvor von der Polizei erschossen worden war. Dass diese Version im Widerspruch zur ersten stand, hielt die Behörden nicht davon ab, eine weitere hinterherzuschieben, die endgültig Zweifel am Aufklärungswillen der Ägypter säte: Plötzlich sollen es muslimische Gotteskrieger gewesen sein, die Regeni auf dem Gewissen haben. Doch keine der einschlägig bekannten Gruppen wie etwa der Islamische Staat hat sich bislang zu der Tat bekannt.

Der Verdacht liegt nahe, dass es die ägyptischen Sicherheitskräfte selbst waren, die den Italiener verschleppt und tagelang misshandelt haben. Menschenrechtsorganisationen kennen die Art der Verletzungen, sie sind typisch für das Vorgehen der Regime-Folterknechte. Entsprechende Vorwürfe aber weist die Kairoer Regierung empört zurück. Die ägyptische Polizei sei für ihre Integrität und Transparenz bekannt, behauptet der Innenminister des Landes, Magdi Abdel Ghaffar. Italienische und amerikanische Medien dagegen zitieren Zeugen des Abends, die gesehen haben wollen, wie Regeni von zwei Zivilpolizisten abgeführt worden war. "Sie haben ihn für einen Spion gehalten", so Beamte anonym in der "New York Times". Warum aber wird ein harmloser Student aus Europa für einen Agenten gehalten?

Giulio Regeni Gedenken

Protest und Gedenken an Giulio Regeni vor der Botschaft Ägyptens in Rom


Die Antwort könnte mit seiner Forschung zu tun haben. Denn der Wissenschaftler, der an der britischen Universität Cambridge promoviert, beschäftigte sich mit unabhängigen Gewerkschaften in Ägypten, was deswegen problematisch ist, weil die Arbeitnehmerorganisationen als Zuflucht der Opposition gelten. Kontakte zu Regimekritikern bleiben dabei nicht aus, weswegen Regeni möglicherweise ins Visier des Sicherheitsapparats geraten war.

Folter und Misshandlungen an der Tagesordnung

Die Menschenrechtslage in dem nordafrikanischen Land hat sich seit der Machtübernahme durch Fattah al Sisi wieder dramatisch verschlechtert. "Die Behörden gehen hart gegen Andersdenkende vor, nehmen Tausende Personen fest und inhaftieren sie. Folter und andere Misshandlungen von Häftlingen sind an der Tagesordnung ebenso wie rechtswidrige Tötungen", urteilt Amnesty International über Ägypten. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 40.000 politische Gefangene in den Gefängnissen und Folterkellern einsitzen. Die Regierung in Kairo aber leugnet schlicht derartiges Unrecht. Erst vor einigen Tagen hatte Staatschef al Sisi in einem Interview mit "La Repubblica" versprochen, dass in Zusammenarbeit mit den Behörden in Italien alles unternommen werde, um die Wahrheit herauszufinden. Bislang ist es bei dieser Ankündigung geblieben.

Niels Kruse
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus