HOME

Ägypten: Deutsche wegen Proben aus Cheops-Pyramide angeklagt

Es war ein umstrittenes Forschungsprojekt: Drei Deutsche reisten nach Ägypten und kratzten Proben aus der berühmten Cheops-Pyramide - angeblich ohne Erlaubnis. Dafür werden sie nun angeklagt.

In Ägypten beginnt am Samstag ein Prozess gegen den "Experimental-Archäologen" Dominique Görlitz aus Chemnitz, zwei deutsche Begleiter und sechs Ägypter. Sein umstrittenes Forschungsprojekt an dem Weltwunder der Antike hatte vor einem Jahr in dem nordafrikanischen Land für große Aufregung gesorgt. Die Gruppe soll Proben aus der berühmten Cheops-Pyramide unerlaubt nach Deutschland gebracht haben.

Görlitz war im April 2013 gemeinsam mit dem Buchautor Stefan Erdmann nach Kairo gereist, um in einer Kammer der 136 Meter hohen Pyramide auf dem Plateau von Giseh (ca. 2620 bis 2580 v. Chr.) Proben zu entnehmen. In den für die Öffentlichkeit gesperrten Räumlichkeiten kratzten sie Farbreste ab und entnahmen Gesteinsproben, die sie anschließend zur Untersuchung im Labor des Fresenius-Instituts in Dresden abgaben.

Kairo will die Proben zurück

Görlitz bestreitet den Vorfall nicht. Er sei sich jedoch keiner Schuld bewusst, da er zuvor eine Erlaubnis für den Besuch der Pyramide eingeholt habe. Die drei deutschen Beschuldigten sind längst wieder in ihrer Heimat. Die ägyptischen Angeklagten hingegen - drei Kontrolleure der Altertümerverwaltung, zwei Wächter und der Besitzer eines lokalen Reiseunternehmens - sitzen in Untersuchungshaft.

Ägypten hatte vor einem Jahr gedroht, Interpol einzuschalten und eine Auslieferung der Deutschen zu beantragen - ein aussichtsloses Unterfangen. Nun will Kairo wenigstens die entnommenen Proben zurückbekommen. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, dass ein Ersuchen der ägyptischen Behörden vorliege. Gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwaltschaft sei das Ministerium um eine schnellstmögliche Rückführung bemüht.

Streit um ägyptische Altertümer

In Sachen Altertümer fühlt sich Ägypten von westlichen Ländern oft ungerecht behandelt. Seit vielen Jahren gibt es etwa Streit mit Deutschland um die Nofretete. Kairo fordert die Rückgabe der Büste der schönen Gattin des Pharaos Echnaton. Das wertvolle Stück war 1912 bei Ausgrabungen entdeckt worden und nach der Fundteilung an Deutschland gefallen. Nach Meinung vieler Ägypter aber wurde die Nofretete aus dem Land geschmuggelt, indem die Züge der Königin mit Lehm unkenntlich gemacht wurden.

Auch die Erwähnung des berühmten Rosetta-Steins bringt Ägypter stets in Rage. Der über 2200 Jahre alte Stein wurde 1799 in dem gleichnamigen Ort am Nil entdeckt und verhalf den damaligen Wissenschaftlern zum Durchbruch bei der Entschlüsselung von Hieroglyphen der alten Ägypter. Denn in den Stein ist ein Text in drei verschiedenen Schriften gemeißelt worden, von denen zwei bekannt waren: Griechisch und Demotisch. Dank dieser Übersetzungshilfe konnten die Forscher einige Jahre später auch Hieroglyphen verstehen. Der 726 Kilogramm schwere Stein ist heute nicht mehr am Nil, sondern befindet sich im Britischen Museum in London.

Allerdings hat die ägyptische Altertümerbehörde derzeit auch andere Probleme. Seit dem Sturz von Langzeitpräsident Husni Mubarak im Februar 2011 nutzen skrupellose Räuber und Schmuggler die unübersichtliche Lage für illegale Grabungen und Einbrüche in Magazine, in denen die Funde der Archäologen liegen.

kis/Mey Dudin, DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(