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OP-Pfusch: Patienten gelähmt oder tot - erstmals muss Chirurg lebenslang ins Gefängnis

Noch nie musste ein Arzt wegen verpfuschter Operationen lebenslang ins Gefängnis - bis jetzt. In den USA ist ein Chirurg verurteilt worden, weil mehrere Patienten seit seinen OPs auf den Rollstuhl angewiesen sind.

Seine Operationen haben mehrere Menschen die Gesundheit oder sogar das Leben gekostet: Neurochirurg Christopher Duntsch

Seine Operationen haben mehrere Menschen die Gesundheit oder sogar das Leben gekostet: Neurochirurg Christopher Duntsch

Lebenslang. So lautet das Urteil gegen den US-Chirurgen Christopher Duntsch. Lebenslang haben auch einige seiner Patienten. Sie sitzen mit Querschnittslähmung den Rest ihres Lebens im Rollstuhl, seit sie von Duntsch operiert wurden. Und sie sind noch gut dran. Andere haben Operationen bei Duntsch nicht überlebt. Das berichten USA Today und andere US-Medien übereinstimmend. Das "Dallas Magazine" nannte den Chirurgen aus Texas einmal "Dr Death" - und erzählte die Geschichte eines "verrückten Mannes mit einem Skalpel".

Nun hat ein Gericht in Dallas den 44-jährigen Duntsch verurteilt - er ist damit der erste Chirurg, der wegen verpfuschter Operationen lebenslang ins Gefängnis muss."Die Strafe wird ganz offensichtlich weder meine Mutter zurückbringen noch die 34 betroffenen Patienten heilen", sagte Caitlin Martin-Linduff, deren Mutter 2012 nach einer Rücken-OP gestorben war, der Washington Post. "Aber sie bringt in gewissem Sinne Gerechtigkeit und in gewissem Sinne einen Schlussstrich."

"Als hätte ein Amateur operiert"

Ein anderer Chirurg sagte laut "Washington Post" im Prozess aus, Duntschs Operationen seien ausgeführt, als habe man einen Amateur operieren lassen. Vor Gericht sollen falsch gesetzte Schrauben und Platten entlang der Wirbelsäulen von Patienten bemängelt worden sein. Das habe eine von Duntschs Patientinnen dauerhaft in den Rollstuhl gebracht.

Die Ermittler hatten dem Chirurgen im Prozess vorgeworfen, zwischen Juli 2012 und Juni 2013 vier Patienten dauerhaft geschädigt zu haben, mindestens zwei weitere seien an den OP-Folgen gestorben.

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Ärzte geschockt von den OPs

Ärzte, Schwestern und anderes medizinisches Personal sagten laut "USA Today" vor Gericht aus, sie seien geschockt gewesen, von dem, was sie während und nach Duntschs OPs hätten ansehen müssen. Laut der Anklägerin habe Duntsch aus Habgier und Geldnot immer weiter operiert.

Im Prozess ist es vor allem um den Fall der Patientin Mary Efurd gegangen. Sie ließ sich 2012 mit 74 Jahren von Duntsch operieren lassen. Dabei habe sie ein Drittel ihres Blutes verloren und könne seitdem ein Bein nicht mehr bewegen, berichtete die "Washington Post" über den Prozess. "Ich habe ihm vertraut. Ich habe geglaubt, dass er tut, was richtig ist", sagte Efurd laut der Zeitung im Prozess aus. Seine Anwälte verteidigten Duntsch: "Er war kein Krimineller. Nur eben ein erbärmlicher Chirurg."

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tkr
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.