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Geisel in Afghanistan: Deutsche Entwicklungshelferin ist wieder frei

Zwei Monate mussten die Angehörigen bangen, nun ist die in Afghanistan verschleppte deutsche Entwicklungshelferin wieder frei. Es gehe ihr "den Umständen entsprechend gut", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Afghanische Sicherheitskräfte vor dem GIZ-Büro in Kabul

Afghanische Sicherheitskräfte vor dem GIZ-Büro in Kabul

Die Geiselnahme einer deutschen Entwicklungshelferin in Afghanistan hat nach zwei Monaten ein glückliches Ende genommen. Die Mitarbeiterin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) kam nach Angaben aus diplomatischen Kreisen am Samstagmittag in der Hauptstadt Kabul frei. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Die Frau befinde sich inzwischen in der Obhut der deutschen Botschaft. 

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bestätigte am Rande eines Besuchs in der iranischen Hauptstadt Teheran die Freilassung der Frau. Nach seinen Angaben geht es ihr "den Umständen entsprechend gut". Steinmeier bedankte sich bei den afghanischen Behörden und Deutschlands internationalen Partnern in Afghanistan für ihre Unterstützung. 

Die Frau war Mitte August in Kabul auf offener Straße verschleppt worden. Sie wurde von zwei bewaffneten Männern aus ihrem Auto gerissen. Die GIZ hatte zuletzt in Afghanistan etwa 60 Projekte, die meisten davon im Norden des Landes.

car / DPA