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Afghanistan Mindestens 24 Zivilisten sterben bei Doppelanschlag


Zwei Selbstmordattentäter haben in der südafghanischen Stadt Kandahar mindestens 24 Menschen mit in den Tod gerissen. Rund 60 Menschen seien verletzt worden. Bei den Opfern soll es sich ausschließlich um Zivilisten handeln.

Bei einem Doppelanschlag in der südafghanischen Stadt Kandahar sind am Mittwoch mindestens 24 Menschen getötet worden, alle Opfer warem demnach Zivilisten. 50 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Kandahar, Abdul Rasik.

Der erste Selbstmordattentäter sprengte sich nach Polizeiangaben mit einem Motorrad auf dem Parkplatz in die Luft, auf dem dutzende Lastwagen mit Nachschub für den NATO-Stützpunkt geparkt waren. Als daraufhin eine Gruppe Menschen versuchte, den Verletzten zu helfen, habe sich ein zweiter Selbstmordattentäter mitten in der Menge in die Luft gesprengt.

"Alle Opfer sind Zivilisten", sagte der Polizeichef der Provinz, Abdul Rasik. "Nicht ein einziger Militärangehöriger" sei zu Schaden gekommen. Demnach handelte es sich bei den Opfern vor allem um Nachschub-Fahrer und Arbeiter.

Anschlag nahe dem größten NATO-Stützpunkt

Rasik sagte, das Ziel des Doppelanschlags sei noch unklar. Die Luftwaffenbasis ist der größte Stützpunkt der NATO im Süden Afghanistans. Die NATO greift für die Belieferung ihrer Stützpunkte auf zivile Fahrzeuge zurück. Die Sicherheitskontrollen für die Lastwagen dauern oft mehrere Tage, so dass oft zahlreiche Fahrzeuge an einem Punkt parken.

Kandahar ist eine Hochburg der Taliban. Die Aufständischen äußerten sich zunächst nicht zu dem verheerenden Doppelanschlag.

Die radikalislamischen Taliban hatten in jüngster Zeit mit Anschlägen auf Fahrer gedroht, die für die NATO arbeiten. Zu dem Doppelanschlag vom Mittwoch bekannte sich zunächst niemand.

kave/DPA/AFP DPA

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