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Aids-Prozess gegen Nadja Benaissa No-Angels-Sängerinnen bleibt Aussage erspart


Der Prozess gegen Popstar Nadja Benaissa könnte schneller zu Ende gehen als gedacht. Das Landgericht Darmstadt verzichtet auf die Vorladung der anderen Bandmitglieder der No Angels. Ein weiterer Sex-Partner der Sängerin hat dagegen vor Gericht ausgesagt.

Im Prozess gegen die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa (28) verzichtet das Gericht auf die Zeugenaussagen der weiteren Bandmitglieder. Ursprünglich waren für den Prozess auch Benaissas Musiker-Kolleginnen Sandy Mölling, Jessica Wahls und Lucy Diakovska als Zeugen geladen worden. Die Entscheidung könnte dazu führen, dass das Verfahren wegen gefährlicher und versuchter gefährlicher Körperverletzung schneller zu Ende geht als zunächst vorgesehen.

Ein weiterer früherer Sex-Partner der Sängerin hat dagegen vor Gericht aussgesagt. Über den Inhalt seiner Aussage ist bislang nichts bekannt. Sie fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Benaissa soll trotz einer ihr bekannten HIV-Infektion ungeschützten Sex gehabt und einen Mann mit dem Aids-Virus angesteckt haben. Der Mann tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf. Ob er das Virus tatsächlich von der Sängerin hat, soll ein Gutachten klären, das am Mittwoch vorgestellt werden soll. Zudem will das Gericht nach eigenen Angaben den Psychologen der Sängerin hören. Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung sollten sich auf ihre Plädoyers vorbereiten, hieß es weiter.

Nadja Benaissa hatte zu Prozessbeginn vergangene Woche eingeräumt, mit verschiedenen Männern ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben, obwohl sie seit 1999 wusste, dass sie mit dem HI-Virus infiziert ist.

kng/DPA DPA

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