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Australien: Airbnb-Vermieter sollen Gast vergewaltigt und ermordet haben

Im australischen Melbourne werden drei Männer beschuldigt, ihren Airbnb-Gast getötet zu haben. Die Unterkunft hatte vorher ziemlich schlechte Bewertungen bekommen, war aber dennoch im Angebot geblieben.

Airbnb

Verschwundene Wertgegenstände, schmutzige Laken: Das Haus in dem Vorort Brighton East, in dem der Mord stattfand, soll sich in einem schlechten Zustand befunden haben

Ein Airbnb-Mieter ist in Melbourne Opfer eines Verbrechens geworden. Der 36-Jährige Nutzer des internationalen-Wohnungsvermittlers hatte sich in der vergangenen Woche einem Bericht der australischen Zeitung "Herald Sun" zufolge in einem Vorort der Metropo eine günstige Bleibe gesucht - und war dabei offenbar an die Falschen geraten.

Das Opfer soll seinen Freunden mitgeteilt haben, die wegen "unangenehmer Stimmung" verlassen zu wollen - dazu kam es nicht mehr. Stattdessen fand er den Tod. Offenbar haben die drei Vermieter, die in dem Haus lebten, den Mann vergewaltigt und ermordet. Sie sitzen in U-Haft und warten auf ihre Anklage.

Todesursache ist noch nicht bekannt

Zur Todesursache hat sich die noch nicht geäußert. Bekannt ist nur, dass Sanitäter versucht haben, das Opfer zu retten. Sie waren aber erfolglos. Bei der Vergewaltigung soll demnach ein nicht näher bezeichneter Gegenstand eingesetzt worden sein.

Die Unterkunft ist mittlerweile von aus dem Angebot entfernt worden. Es bleibt aber die Frage, warum das nicht früher geschehen ist, denn die Bewertungen sollen laut Medienberichten ziemlich mies gewesen sein. Nutzer berichteten davon, dass man das angebotene Zimmer nicht abschließen konnte, es seien Wertgegenstände verschwunden und die Unterkunft sei schmutzig gewesen.

Airbnb spricht Familie Mitgefühl aus

Dieser und andere Fälle zeigen, dass ein strenger Background-Check gerade bei Plattformen, die Dienste von Privatpersonen vermitteln, notwendig ist. Ein Kunde soll in den USA etwa die siebenjährige Tochter eines Gastgebers belästigt haben. Eine US-Amerikanerin geht gerichtlich gegen die Plattform vor, weil ein Gastgeber zugelassen wurde, der wegen tätlichen Angriffen verhaftet worden war. 

Airbnb hat angekündigt, mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren: "Wir sind zutiefst traurig und bestürzt über diesen tragischen Vorfall", sagte ein Airbnb-Sprecher. "Die Familie (des Opfers) und die Freunde haben unsere volle Unterstützung und unser Mitgefühl."

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tis