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Alfons Schuhbeck Pferdefleisch-Skandal erreicht Sternekoch Schuhbeck


Pech für den Sternekoch: Eine Firma, die seinen Namen trägt, lieferte Produkte mit Pferdefleisch an Rewe aus. Kleiner Trost: Es sind nicht die bekannten "Alfons Schuhbeck"- Gerichte mit seinem Foto.

Der Skandal um Pferdefleisch in Fertiggerichten hat nun auch ein Unternehmen erreicht, das Produkte des Sternekochs Alfons Schuhbeck vertreibt. Es handelt sich um die gekühlten Produkte "Chili con Carne" (350 g) und "Spaghetti Bolognese" (400 g) der Supermarktkette Rewe. Beide Lebensmittel werden von der Firma "Schuhbecks Geniesser Service" (SGS) in Laage-Kroonskamp in Mecklenburg-Vorpommern vertrieben.

Rewe hatte am Sonntag bekannt gegeben, die Fertiggerichte aus dem Verkauf entfernt zu haben. Der Hersteller habe nicht ausschließen können, dass die Mahlzeiten Pferdefleisch enthalten.

Gerichte der "Schuhbeck"-Linie nicht betroffen

Mahlzeiten der "Alfons-Schuhbeck"-Gerichte sollen hingegen pferdefleischfrei sein, berichtet "Bild.de" Der Starkoch, der der Firma seinen Namen gibt, ist sauer. "Ich bin erschüttert. In Produkten aus meiner Linie ist aber kein Pferdefleisch verarbeitet", sagt Alfons Schuhbeck. "Die Firma SGS hat eine Lizenz von mir, hochwertige Gerichte zu produzieren - die Produkte, in denen Pferdefleisch gefunden wurde, stammen aus einer ganz anderen Linie."

Heinz Seyr, einer der SGS-Geschäftsführer, äußerte sich gegenüber "Bild" "Die Produkte von Herrn Schuhbeck werden mit anderen Rohwaren und anderen Maschinen hergestellt als die Produkte der Rewe-Linie." Er habe alle Zulieferer um Bestätigung gebeten, dass ihre Produkte kein Pferdefleisch enthielten, sagte Seyr.

"Wir bekamen lückenlos bereits am 12. Februar die Rückmeldung, dass kein Pferdefleisch verarbeitet wurde," so der SGS-Geschäftsführer. Die verdächtigen SGS-Lebensmitteln wurden in der Zwischenzeit von einem unabhängigen Labor untersucht. Der NDR hatte die Fachleute beauftragt, nachdem Reporter einige Gerichte in verschiedenen Rewe-Supermärkten gekauft hatten. Der Sender hat bereits mitgeteilt, das Laborergebnis sei bestätigt.

Der Skandal hat die Verbraucherminister von Bund und Ländern auf den Plan gerufen. Ab Montag soll ein 7-Punkte-Plan ausgearbeitet werden, der unter anderem mehr Tests von Fleischproben vorsieht. Zudem sollen Verbraucher auf den Packungen erkennen können, woher das in Europa verarbeitete Fleisch stammt. Außerdem soll eine Internetseite über zurückgerufene Produkte informieren.

Verdacht auf Eselsfleisch in britischen Fertiggerichten

Derweil ist kein Ende des Betrugseklats in Sicht. In Großbritannien kam der Verdacht auf, Spuren von Eselfleisch sei in Hack verarbeitet worden. Die Tiere sollen aus Rumänien stammen. Dort verbiete ein Gesetz Pferde- und Eselskarren - weshalb viele Tiele im Schlachthaus gelandet seien.

lin

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