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Alkohol-Beichte von Schockenhoff Auf Trunkenheitsfahrt folgt Alkoholentzug


Nach dem Bekenntnis, alkoholkrank zu sein, will der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff jetzt eine Therapie machen. Das Amt als Vorsitzender des Bezirksverbandes Württemberg-Hohenzollern gibt er im Herbst ab.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff gibt im Herbst sein Amt als Vorsitzender des Bezirksverbandes Württemberg-Hohenzollern ab. Der 54-Jährige, der auch stellvertretender Vorsitzender der Unions-Bundestagsfraktion ist, werde für mehrere Wochen eine berufliche Auszeit nehmen und eine Therapie machen, sagte ein CDU-Sprecher am Samstag. Zuvor hatte bereits der SWR darüber berichtet.

Schockenhoff ist nach eigener Aussage alkoholkrank. Am vergangenen Samstag hatte er nach einem Musikfest in seinem Wahlkreis beim Ausparken ein anderes Auto angefahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Unfallflucht und Trunkenheit im Verkehr. Die förmlichen Ermittlungen konnten eingeleitet werden, weil der Bundestag nicht innerhalb der vorgeschriebenen 48 Stunden mit Verweis auf Schockenhoffs Immunität widersprochen hatte.

Der CDU-Sprecher betonte, die Entscheidung, nicht mehr für den Bezirksvorsitz zu kandidieren, habe Schockenhoff bereits nach dem Regierungswechsel in Baden-Württemberg im Frühjahr getroffen. Zunächst habe er dies aber nur engen politischen Freunden erzählt. Am Freitag habe er dann auch den Bezirksvorstand informiert. Über seine anderen politischen Ämter sei nicht gesprochen worden, sagte der Sprecher.

roh/DPA DPA

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