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Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Amal Clooney kämpft in Robe für Armenien

Darf die Tötung von Armeniern durch die Türken Völkermord genannt werden oder nicht? Am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sorgte nicht nur das Thema für Aufsehen, sondern auch Amal Clooney.

Amal Clooney (l.) kämpfte in Robe vor den Straßburger Richtern dafür, dass die Tötung von Armeniern durch die Türken als Völkermord bezeichnet werden darf

Amal Clooney (l.) kämpfte in Robe vor den Straßburger Richtern dafür, dass die Tötung von Armeniern durch die Türken als Völkermord bezeichnet werden darf

Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Anwältin und Ehefrau von Hollywood-Star George Clooney, Amal, 36, für das Recht plädiert, die massenhafte Tötung von zehntausenden Armeniern 1915 als Völkermord zu bezeichnen. Es ging am Mittwoch in #link;www.stern.de/reise/service/strassburg-90322749t.html/;Straßburg# um die Klage des türkischen Politikers Dogu Perincek über Verletzung seiner Meinungsfreiheit. Ein Schweizer Gericht hatte ihn 2007 wegen Leugnung des Völkermords an den Armeniern verurteilt, weil er bei Vorträgen in der Schweiz den Vorwurf des Völkermords eine "internationale Lüge" genannt hatte.

Clooney sagte, es sei Ziel der Machthaber im Osmanischen Reich ab 1915 gewesen, "die armenische Bevölkerung vollständig auszulöschen". Der Hauptanwalt der armenischen Regierung, Geoffrey Robertson, nannte Perincek einen "Handlungsreisenden in Sachen Leugnung des Völkermords an den Armeniern", um sich durch seine Provokationen werbewirksam in Szene zu setzen.

Das Medieninteresse an Amal Clooneys Auftritt als Beraterin der armenischen Regierung war gewaltig. Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten mehrere Hundert Türken für die Meinungsfreiheit von Perincek, der Vorsitzender der nationalen türkischen Arbeiterpartei ist. Eine kleinere Gruppe hielt Plakate für die Menschenrechte der Armenier hoch. Ein starkes Polizeiaufgebot trennte beiden Gruppen voneinander.

Noch Monate bis zum Urteil

Ein endgültiges Urteil der großen Kammer des EGMR mit 17 Richtern wird frühestens in einigen Monaten erwartet. Mehr als 20 Staaten der Welt - von Argentinien bis Zypern - haben die Vertreibungen und Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren klar als Völkermord bezeichnet. Die Türkei selbst bestreitet, dass die Vertreibung mit ihren Folgen als Genozid zu bewerten ist.

In Deutschland ist das Thema in der Diskussion. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete, dass die Bundesregierung den Begriff "Genozid" weiterhin nicht verwenden wolle. Eine Bewertung dieser geschichtlichen Ereignisse sollte Wissenschaftlern vorbehalten bleiben, zitierte die Zeitung aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kürzliche parlamentarische Anfrage der Linksfraktion.

tkr/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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