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Amoklauf in den USA: Geistig Verwirrter tötet sechs Menschen

Ein 28 Jahre alter Mann hat im US-Bundesstaat Washington offenbar sechs Menschen erschossen und zwei weitere verwundet. Die ersten Opfer des Amoklaufs entdeckte die Polizei, als Beamte in einem Wohnhaus in der Stadt Alger nach einer Kollegin suchten, die sich nach einem Einsatz nicht mehr gemeldet hatte.

Ein rätselhafter Amoklauf mit sechs Toten erschüttert die Stadt Mount Vernon im US-Bundesstaat Washington. Mutmaßlicher Täter sei ein geistig verwirrter 28-Jähriger, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Mann habe sich nach einer Verfolgungsjagd mit dem Auto den Behörden gestellt.

Polizistin durch Kopfschuss getötet

Die ersten Opfer entdeckten die Beamten, als sie am Dienstagnachmittag zu einem Einsatz in einem Wohnhaus in der Stadt Alger kamen. Dorthin war zuvor bereits eine Kollegin gerufen worden, die aber keine Meldung machte. In dem Haus fanden die Polizisten die durch einen Kopfschuss getötete Frau sowie eine zweite Leiche.

Einige Straßen weiter stießen die Beamten auf einer Baustelle zunächst auf zwei tote Bauarbeiter. In einem Nachbarhaus entdeckten sie eine weitere Leiche, auf einem Highway fanden die Polizisten schließlich einen toten Motorradfahrer. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt: Ein Autobahn-Polizist, der den Amokläufer bei seiner Flucht auf einem Highway stoppen wollte, und eine weitere Person.

Seit Jahren schwere psychische Probleme

Die Behörden untersuchen jetzt, ob es zwischen den Opfern oder den Tatorten irgendwelche Zusammenhänge gibt. "Es wird eine ganze Weile dauern, bis wir wissen, was wirklich geschehen ist", sagte ein Polizeisprecher.

Der bislang als nicht gewalttätig geltende Tatverdächtige ist wegen seiner schweren psychischen Problemen seit vielen Jahren in Behandlung. Wegen Diebstahls und Drogenbesitzes saß er bereits im Gefängnis.

DPA/AP / AP / DPA
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