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Amoklauf in Kalifornien: 42-Jähriger erschießt acht Menschen in Friseursalon

Blutbad in Südkalifornien: Ein offenbar schwer bewaffneter Mann hat in einem Friseursalon das Feuer eröffnet und acht Menschen erschossen. Als er fliehen wollte, konnte die Polizei ihn festnehmen.

In einem Friseursalon im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Mann acht Menschen erschossen und einen weiteren lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer habe am Mittwoch gegen Mittag (Ortszeit) in dem Laden in einer Einkaufsmeile der Stadt Seal Beach rund 50 Kilometer südlich von Los Angeles das Feuer eröffnet, teilte die Polizei mit. Unter den Toten soll auch die Ex-Ehefrau des Angreifers sein, der später festgenommen werden konnte.

Als die Einsatzkräfte nach einem Notruf in dem Friseursalon eintrafen, stellten sie zunächst den Tod von sechs Menschen fest, wie Polizeisprecher Steve Bowles sagte. Drei Schwerverletzt wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo zwei von ihnen verstarben. Der Gesundheitszustand der dritten Person wurde als kritisch beschrieben.

"Die Opfer befanden sich überall in dem Salon", beschrieb Bowles den Tatort. Sie habe die Schüsse erst für Knallkörper gehalten, sagte eine Salon-Kundin. Der Mann habe einen Schuss nach dem anderen abgegeben. "Er schoss auf jede Person, die er sah", sagte die Frau. Das Blutbad ist das schlimmste in der Geschichte der 25.000-Einwohner-Stadt Seal Beach.

"Er hat sich seiner Verhaftung nicht widersetzt"

Medienberichten zufolge soll der Angreifer ein früherer Soldat sein und bei seiner Tat schwer bewaffnet und mit einer kugelsicheren Weste ausgestattet gewesen sein. Er attackierte den Friseursalon als zahlreiche Kunden in dem Laden waren. Nach der Tat wurde er dem Polizeisprecher zufolge weniger als einen Kilometer vom Einkaufszentrum entfernt festgenommen. Beamte hätten den Verdächtigen in seinem Fahrzeug ausgemacht und dieses gestoppt. In dem Auto seien zahlreiche Waffen gefunden worden.

"Er erschien kooperativ und hat sich seiner Verhaftung nicht widersetzt", sagte Bowles. "Wir sind derzeit ziemlich sicher, dass wir den einzigen Verdächtigen in Gewahrsam haben." Nun werde geprüft, warum der Mann in dem Friseursalon um sich geschossen habe. "Wir wissen nicht, was er gesagt hat oder ob er während der Schießerei überhaupt etwas gesagt hat, und in welcher Verbindung er zu dem Laden steht."

Eine frühere Mitarbeiterin des Friseursalons sagte, der Angreifer heiße Scott. Er habe unter anderem seine Ex-Frau erschossen, die demnach in dem Friseursalon arbeitete. Sie sollen sich in einem Sorgerechtsstreit befunden haben. Auch der Besitzer des Friseursalons soll unter den Toten sein.

mad/AFP/DPA / DPA