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Amoklauf in Lörrach Baden-Württembergs Innenminister zeigt sich bestürzt


Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) hat sich tief bestürzt nach dem Amoklauf in Lörrach gezeigt. Jeder einzelne Fall sei bedrückend, sagte Rech am Montag in Lörrach. Der Minister hatte sich erst vor eineinhalb Jahren zum Amoklauf von Winnenden äußern müssen.

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) hat sich tief bestürzt nach dem Amoklauf in Lörrach gezeigt. Jeder einzelne Fall sei bedrückend, sagte Rech am Montag in Lörrach. Der Minister hatte sich erst vor eineinhalb Jahren zum Amoklauf von Winnenden äußern müssen. Er erklärte: "Wenn ich ganz ehrlich sein darf - auch wenn es sich nicht für eine Überschrift eignet - ich habe gedacht: Nicht schon wieder."

Am Sonntag hatte eine 41-jährige Rechtsanwältin zunächst ihren getrennt lebenden Ehemann und den gemeinsamen fünfjährigen Sohn in ihrer Anwaltskanzlei getötet. Noch ist unklar, wie die beiden ums Leben kamen. Die Einsatzkräfte fanden die Leichen nachdem ein Brand gelöscht worden war. Offenbar hatte die Frau mit Brandbeschleunigern eine Explosion verursacht. Das fünfjährige Kind lebte beim Vater, war aber am Sonntag zu Besuch bei seiner Mutter. Anschließend begab sich die Frau zum Elisabethenkrankenhaus. Auf dem Weg dorthin schoss sie zwei Passanten mit einer kleinkalibrigen Sportschützenwaffe an. Im Krankenhaus ging sie zur gynäkologischen Abteilung, wo sie einen Pfleger erstach. Die Leiche des Mannes wies zusätzlich Schussverletzungen auf. Die Polizei stoppte die 41-Jährige schließlich bei einem Schusswechsel, wobei die Frau tödlich verletzt wurde.

Rech sagte, dass es keine Ausnahmen für Anwälte beim Waffenbesitz gebe. Auf Nachfragen zur Tatwaffe wollte er sich nicht äußern. Ein Polizeisprecher betonte, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Anwaltstätigkeit und der Waffe gebe.

Rech sprach den Einsatzkräften großes Lob aus. Durch ihr beherztes Eingreifen hätten sie Schlimmeres verhindert. "Es gehört schon vieles dazu, wenn man in ein Haus eindringt, in dem geschossen wird und dann so umsichtig reagiert, wie es die Polizei getan hat." Die Einsatztaktik in Baden-Württemberg in einer solchen Lage sei die, den Tatablauf frühzeitig zu stoppen und zu unterbrechen.

APN APN

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