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Abschieds-Video: So ehrt Oregon die Opfer des Amoklaufs von Roseburg

Ein einziges Mal in den Nachrichten sein. Das wollte der Amokläufer von Roseburg. Er hat diese Aufmerksamkeit bekommen. Viele fragen nach einer solchen Tat: Und wer sieht die Opfer? Eine Lokalzeitung antwortet darauf - und ehrt die Toten in einem Video.

Es bedarf nicht vieler Worte, um Trauer auszudrücken. Meist reicht eine Geste, gegenseitig füreinander da zu sein im Gedenken an die Toten. Ganz besonders gilt dies nach einem schrecklichen Verbrechen wie dem Amoklauf in einem College in Roseburg im US-Bundesstaat Oregon.

In der Trauer wird oft angeprangert: Der Täter bekommt die Aufmerksamkeit, die ersehnt hat. Auch der 26-jährige Schütze von Roseburg, dessen Name mit Chris Harper Mercer angegeben wird, wollte wenigstens "einmal in den Nachrichten sein". Doch wer sieht die Opfer? Wer schaut auf die Menschen, die unschuldig und sinnlos aus ihrem Leben gerissen wurden? Diese Frage beschäftigt viele Menschen nach einer solchen Tat, Angehörige der Opfer quält sie besonders stark.

Die Lokalzeitung "The Oregonian" hat eine Antwort gefunden. Sie ehrt die Opfer des Amoklaufs in einem Video. Mit kurzen Charakterisierung. Und ohne viele Worte.


dho/Material von oregonlive.com