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Amoklauf von Winnenden: Mutter soll Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen

Vier Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden ist die Mutter von Tim K. ins Visier der Kläger geraten. Weil sie womöglich ihre Aufsichtspflicht verletzt hat, soll sie Millionen zahlen.

Die Mutter des Amokläufers von Winnenden soll nach dem Willen der Stadt und der Hinterbliebenen für Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen in Millionenhöhe aufkommen. Die Kläger werfen der Frau vor, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben, erklärte ihr Anwalt Erik Silcher. "Das halte ich bei einem 17-Jährigen aber für sehr abwegig", sagte der Anwalt. Die Forderungen seien daher unberechtigt.

Lange Zeit hatten sich die Forderungen lediglich gegen den Vater von Tim K. gerichtet, weil er die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmerschrank aufbewahrt hatte. Sein Sohn hatte damit am 11. März 2009 in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen erschossen und 14 weitere verletzt. Zum Schluss tötete sich Tim K. selbst. Das Stuttgarter Landgericht hatte den Vater im Februar diesen Jahres in einem wieder aufgerollten Strafprozess unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Stadt gibt Mutter Mitschuld

Nach früheren Schätzungen des Rechtsanwalts Jens Rabe, der die Stadt und 35 Einzelkläger vertritt, summieren sich allein die zivilrechtlichen Forderungen der Kommune auf rund 9,4 Millionen Euro. Die Stadt hatte die Albertville-Realschule, in der der Amoklauf begann, nach der Tat wiederherrichten und umbauen lassen. Hinzu kommen mehr als 1,5 Millionen vonseiten der Einzelkläger. Weder die Stadt noch Rabe waren am Samstag zunächst für Nachfragen zu erreichen.

Vor einigen Monaten habe die Stadt dieselben Forderungen auch gegen die Mutter erhoben, um auf diesem Weg an Geld zu kommen, sagte Silcher. Da bis dahin nur der Vater im Visier der Kläger gestanden habe, hätte auch nur er den Angaben nach zahlen müssen. Über die Zivilklagen laufen außergerichtliche Gespräche.

Der "Stuttgarter Zeitung" zufolge hat sich die Unfallkasse Baden-Württemberg den Forderungen gegen beide Elternteile angeschlossen. Stadt und Unfallkasse gingen davon aus, dass auch die Mutter eine Mitschuld an der Bluttat trage und vermuteten, dass die Frau vermögend sei. "Ihr Mann soll seinen gut laufenden Betrieb im Kreis Ludwigsburg nach dem Amoklauf an seine Frau überschrieben und diese das Unternehmen später für eine hohe Summe verkauft haben", schreibt die Zeitung.

kgi/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.