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Amoklauf von Winnenden: Wird Tims Vater vom Prozess verschont?

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwägt nach Informationen von stern.de, auf ein öffentliches Verfahren gegen den Vater von Tim K., dem Amokläufer von Winnenden, zu verzichten. Die Eltern der Opfer sind empört. Eine öffentliche Verhandlung ist für sie zwingend notwendig. Es gebe noch viele offene Fragen.

Von Ingrid Eißele

Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart erwägt nach Informationen von stern.de, das Ermittlungsverfahren gegen den Vater des Amokläufers Tim K. mit einem Strafbefehl zu beenden. In diesem Fall gäbe es keine öffentliche Gerichtsverhandlung.

Gegen Jörg K. wird seit dem Amoklauf am 11. März in Winnenden und Wendlingen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Er wird beschuldigt, nachlässig mit seinen Waffen umgegangen zu sein. Die Beretta, mit der sein Sohn später 15 Menschen ermordete, lag ungesichert im Schlafzimmer.

Theoretisch gibt es drei Möglichkeiten: Das Verfahren kann - falls es keinen "hinreichenden Tatverdacht" gibt - komplett eingestellt werden. Zweitens: die Staatsanwälte können Anklage erheben und das Gericht kann die öffentliche Hauptverhandlung eröffnen. Oder, drittens, die Staatsanwälte können die "diskrete Lösung" beantragen, einen schriftlichen Strafbefehl, der dem Vater per Post zugestellt würde.

Ein Kinder- und Jugendpsychiater aus Stuttgart beschäftigte sich in den vergangenen Monaten im Auftrag der Staatsanwaltschaft mit den Krankenakten des Täters. Das Gutachten liegt inzwischen vor und soll Aufschluss darüber geben, welche psychischen Auffälligkeiten Tim K. zeigte, ob es Anzeichen es für spätere Gewalttätigkeit gab und was die Eltern darüber wussten.

Tendenz zum Strafbefehl

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft sagt zurzeit nichts zum laufenden Verfahren. Die Entscheidung darüber werde voraussichtlich erst im Herbst bekannt gegeben, sagt Pressesprecher Steffen Haidinger. Die Befürchtung von Opferanwälten, dass das Verfahren mit einem Strafbefehl endet, sei lediglich ein "Gerücht". Tatsächlich tendierten die Staatsanwälte intern, wie Opferanwälte berichten, zu dieser Option. Das Argument: Ein öffentlicher Prozess wäre sehr belastend für die Familie des Täters, aber auch für die Familien der Opfer.

"Klarheit, um weiterleben zu können."

"Diese Rücksichtnahme brauchen wir nicht", sagt Hardy Schober vom Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden, in dem sich Opfereltern zusammengeschlossen haben. Sollte es zu keiner öffentlichen Verhandlung kommen, wäre das "ein Schlag ins Gesicht", so Schober. "Denn damit hätten wir keine Möglichkeit mehr, Fragen zu stellen.“

Zum Beispiel, wann und wie Tim K. Zugang zu den Waffen hatte, warum er so zielsicher schießen konnte. Es gehe den Angehörigen nicht um Rache, sondern um Klarheit, betont Gisela Mayer, die ihre Tochter Nina verlor. "Wir brauchen Klarheit, um weiterleben zu können."

Als Nebenkläger in einem Gerichtsverfahren hätten die Angehörigen die Möglichkeit, Fragen an den Vater des Amokläufers und an Zeugen zu stellen. Bei einem Strafbefehl dagegen kämen sie nicht zu Wort und könnten auch die Ermittlungen nicht kritisch hinterfragen. Das Verfahren wäre abgeschlossen, sofern sich der Vater damit einverstanden erklärt.

Vergleichsweise geringes Strafmaß

"Der Strafbefehl ist eigentlich für kleinere Massendelikte gedacht, beispielsweise Trunkenheit am Steuer", erklärt der Waiblinger Opferanwalt Jens Rabe, der vier Familien von Amokopfern vertritt. "Aber es geht nicht, dass man so große Fälle damit abhandeln will." Ein Strafbefehl ist meist mit einer Geldstrafe verknüpft, es kann aber auch eine Bewährungsstrafe bis zu einem Jahr verhängt werden.

Auch für die Öffentlichkeit wäre ein öffentliches Verfahren wichtig, sagt Gisela Mayer. "Man kann nicht auf der einen Seite generell von Eltern verlangen, dass sie besser auf ihre Kinder achten, im konkreten Fall aber bei solch einem Gewaltverbrechen die Rolle der Eltern ausklammern."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.