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Angeklagten droht Todesstrafe Prozess gegen Drahtzieher von 9/11


Fünf mutmaßlichen Planern des Anschlags vom 11. September 2001 wird der Prozess in Guantanamo gemacht. Den Angeklagten droht die Todesstrafe.

Die mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 werden vor ein Militärgericht gestellt und könnten zum Tode verurteilt werden. Wie das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, werden Chalid Scheich Mohammed und vier Mitangeklagte vermutlich in etwa 30 Tagen auf dem Militärstützpunkt Guantanamo Bay dem Tribunal vorgeführt. Ihnen werden unter anderem Terrorismus, Verschwörung und die Entführung von Flugzeugen vorgeworfen. Die Entscheidung stieß auf scharfe Kritik von US-Bürgerrechtsgruppen, die von einem Fehler der Regierung von Präsident Barack Obama sprachen. Bei den Anschlägen in New York, Washington und dem Bundesstaat Pennsylvania starben knapp 3000 Menschen.

Obama hatte ursprünglich zugesagt, die Verfahren vor zivile Gerichte zu verlegen. Vor einem Jahr wurden sie dann jedoch wieder bei den umstrittenen Tribunalen des Stützpunktes auf Kuba angesetzt. Justizminister Eric Holder machte dafür den Kongress verantwortlich: Die Abgeordneten hatten die Gelder für ein Verfahren vor einem Gericht in New York sowie allgemein für jede Verlegung der Häftlinge auf das US-Festland gesperrt. Regierungssprecher Jay Carney sagte am Mittwoch, mehr als zehn Jahre nach den Anschlägen wolle der Präsident sicherstellen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

Der Bürgerrechtsorganisationen ACLU zufolge macht die US-Regierung "einen furchtbaren Fehler, indem sie die wichtigsten Terror-Fälle unserer Zeit in einem zweitrangigen Teil des Justizsystems" verfolge. Unabhängig von dem Ausgang der Verfahren würden diese immer einen üblen Beigeschmack haben. Die regulären Bundesgerichte hätten dagegen bereits Hunderte Terrorismus-Verfahren abgeschlossen.

kave/Reuters Reuters

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