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Keine Lust auf Gefängnis Angeklagter täuscht seinen Tod vor – und fliegt wegen eines Tippfehlers auf

Tippfehler in Sterbeurkunde: Betrüger droht längere Gefängnisstrafe
Vor seiner Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe war der Angeklagte geflohen, letztlich kamen ihm die Behörden dennoch auf die Schliche (Symbolbild)
© iStock
Um nicht ins Gefängnis zu müssen, ist ein 25-Jähriger in den USA kreativ geworden. Weil er bei der Umsetzung seiner Betrugsidee jedoch nicht aufpasste, drohen ihm nun mehr Jahre hinter Gittern als zuvor.

Um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, hat ein Angeklagter aus dem US-Bundesstaat New York versucht, seinen Tod vorzutäuschen. Demnach ließ der Mann, ein 25-Jähriger aus Long Island, über seinen – angeblich nicht eingeweihten – Anwalt eine Sterbeurkunde einreichen, die seinen Tod belegen sollte. Die aber flog als Fälschung auf – wegen eines einzigen Tippfehlers, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Dem Betrüger drohen nun statt einem bis zu vier Jahre Haft.

"Es erstaunt mich immer wieder, wie weit manche Menschen gehen, um eine Verurteilung zu vermeiden", sagte die zuständige Bezirksstaatsanwältin Madeline Singas dem Bericht zufolge. Demnach sollte der 25-Jährige im Oktober letzten Jahres wegen Diebstahls zu einem Jahr Gefängnis verurteilt werden. Er floh jedoch aus New York in einen Vorort von Philadelphia und heckte dort offensichtlich einen Plan aus, um der Zeit im Knast zu entgehen.

Sterbeurkunde nur auf den ersten Blick täuschend echt

Mithilfe seiner Verlobten soll er versucht haben, durch die angebliche Sterbeurkunde seinen Anwalt, die Staatsanwaltschaft und den Richter von seinem Tod zu überzeugen. Das Dokument habe auf den ersten Blick auch offiziell gewirkt und wie vom zuständigen New Jersey Department of Health, Vital Statistics and Registry ausgestellt, schreibt AP.  Dann jedoch fiel der winzige Buchstabendreher auf: Statt "Registry" habe auf der Urkunde "Regsitry" gestanden, so Singas. Auch habe es verdächtige Inkonsistenzen in der Schriftart und -größe gegeben. Die echte Gesundheitsbehörde bestätigte dann laut Singas, dass es sich um eine Fälschung handle.

Neben der Gefängnisstrafe für die ihm unverändert anhängenden Strafen drohen dem 25-Jährigen nun noch mehr Jahre hinter Gittern. So könnte er im Falle einer Verurteilung wegen Urkundenfälschung bis zu vier Jahre einwandern. Auf seinen bisherigen Anwalt kann der Mann in dem Prozess jedoch nicht zählen: Der sagte aus, er habe von den Spielchen seines Mandanten nichts gewusst und fühle sich wie ein "Spielball". Er wurde laut AP durch einen Pflichtverteidiger ersetzt.

Quelle:Nachrichtenagentur AP

mod

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