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Anklage wegen Betrugs Jodie Fosters Vater drohen 20 Jahre Gefängnis


Weil er angeblich Bauverträge ohne Lizenz abgeschlossen habe, drohen Lucius Foster jetzt bis zu 20 Jahre Haft. Dabei habe der Vater von Jodie Foster doch eigentlich nur etwas "Wichtiges" tun und den Mittelstand retten wollen.

Jodie Fosters Vater steht wegen Immobilienbetrugs vor Gericht. Der 89-jährige Lucius Foster soll mehr als 20 Menschen um jeweils 5.000 US-Dollar (rund 3.700 Euro) gebracht haben und muss sich deshalb nun - im Falle eines Schuldspruchs - auf 20 Jahre hinter Gitter gefasst machen.

Laut dem Internetportal "TheDailyBeast.com" werden ihm schwerer Diebstahl und die Abschließung von Bauverträgen ohne Lizenz vorgeworfen. Im Eröffnungsplädoyer sagte der Staatsanwalt Don Cocek vor Gericht: "Mr. Foster ist ein Lügner und Betrüger. Er hat diesen Schwindel seit Jahren betrieben, um die Leute um ihr Geld zu bringen. Viele Leute sind darauf reingefallen. Er hat sich so überzeugend angehört."

Seinen Opfern versprach Lucius Foster angeblich, ihnen zum Spottpreis von 85.000 US-Dollar ein Haus aus Cargo-Containern aus China zu bauen. Dabei hat er jeden von ihnen um 5.000 Dollar als Anzahlung erleichtert. Insgesamt soll er sich dadurch 130.000 US-Dollar (fast 97.000 Euro) erschwindelt haben.

Die Familie distanziert sich

Der Kriegsveteran, der sich vor Gericht selbst vertritt, beteuert indes seine Unschuld. Gegenüber der Webseite erklärt er: "Ich wollte etwas Wichtiges in meinem Leben tun. Ich wollte den Mittelstand retten. Ich wollte etwas gegen die hohen Immobilienkosten tun." Schiffcontainer seien dabei perfekt für Kalifornien. Sie hielten Feuer stand und gingen im Wasser nicht unter."

Seine Familie wolle er derweil nicht mit diesem Problem belasten, fährt Lucius fort. "Ich muss mich selbst verteidigen. In dem Moment, in dem man in so eine Situation gerät, macht sich deine Familie aus dem Staub. Ich bin jetzt der Bösewicht. Ich werde jetzt als Krimineller angesehen und alle, die ich kenne, distanzieren sich von mir."

Auch das Verhältnis zu seiner berühmten Tochter sei getrübt. "Ich würde sie nicht mit so einer Sache wie dieser belästigen", so der Vater der Oscar-Preisträgerin. "Zwischen uns herrscht Spannung. Ihre Mutter und ich haben uns scheiden lassen. Es war eine unangenehme Scheidung."

kgi/Bang

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