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Anklage zugelassen: "No-Angels"-Sängerin Nadja Benaissa muss vor Gericht

No-Angels"-Sängerin Nadja Benaissa muss sich im August wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht Darmstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie die Kammer am Dienstag mitteilte.

"No-Angels"-Sängerin Nadja Benaissa muss sich im August wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht Darmstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie die Kammer am Dienstag mitteilte. Der Prozess vor dem Jugendschöffengericht wurde vorerst auf fünf Verhandlungstage angesetzt. Das Hauptverfahren soll am 16. August beginnen.

Benaissa wird vorgeworfen, einen Mann beim ungeschützten Sex mit dem Aids-Virus angesteckt zu haben. Die Sängerin räumte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt ein, dass sie seit 1999 von ihrer HIV-Infektion wusste. Dennoch habe sie ihren Partnern verheimlicht, dass sie mit der Immunschwäche-Krankheit infiziert sei, wirft ihr die Anklage vor. Zwei weitere Männer, mit denen sie zwischen 2000 und 2004 sexuelle Kontakte gehabt haben soll, blieben von Ansteckung verschont. Diese Fälle wertet die Anklagebehörde als versuchte gefährliche Körperverletzung.

Die Sängerin war am 11. April 2009 vor einem Auftritt in einer Frankfurter Disco festgenommen worden. Benaissa saß zehn Tage lang bis zum 21. April in Untersuchungshaft. Das Vorgehen der Ermittlungsbehörden gegen die 27-Jährige hatte erhebliche Kritik ausgelöst. Kritiker sprachen wegen der Umstände der spektakulären Verhaftung und der Nennung des vollen Namens der Sängerin von Vorverurteilung. Auch sei keine Rücksicht darauf genommen worden, dass Nadja Benaissa eine noch zur Schule gehende Tochter habe.

APN / APN