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Anschläge in Nigeria: Entsetzen über den islamischen Terror

Eine Serie von Anschlägen auf Kirchen in Nigeria an Weihnachten hat weltweit Empörung hervorgerufen. Bei den islamistischen Anschlägen waren mindestens 40 Menschen getötet worden.

Gewalt führe nur zu Schmerz, Zerstörung und Tod, sagte Papst Benedikt XVI. in seinem Angelusgebet. Der folgenschwerste Anschlag mit 35 Todesopfern ereignete sich zum Ende des Weihnachtsgottesdienstes vor der katholischen St.-Theresa-Kirche in Madalla, einem Vorort der Hauptstadt Abuja. Aus verschiedenen weiteren Städten des westafrikanischen Landes wurden im Laufe des Tages weitere Anschläge gemeldet, mindestens zwei davon - in Jos und Gadaka - waren ebenfalls gegen Kirchen gerichtet. Im Nordosten des Landes gab es in der Nacht zum Montag zahlreiche Brandanschläge auf Geschäfte von Christen.

Papst in tiefer Trauer

Papst Benedikt XVI. äußerte in seinem Angelusgebet "tiefe Trauer" über die Attacken und beklagte die Verfolgung von Christen in verschiedenen Ländern der Welt. Er äußerte die Hoffnung, dass Nigeria "mit einem Beitrag aller sozialen Kräfte Sicherheit und Frieden zurückerlangen" werde. Mit Respekt und Liebe lasse sich Frieden erreichen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte ebenfalls ein Ende der religiös motivierten Gewalt in dem Land. Es gebe kein Ziel, dass diese Taten rechtfertige, sagte ein Sprecher Bans.

"Diese feige Gewalt ist von keiner Religion gedeckt", schrieb Bundespräsident Christian Wulff in einem Beileidstelegramm an den nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan. Es sei "besonders verabscheuungswürdig, dass sich die Anschläge gegen Menschen richteten, die sich friedlich an Weihnachten in ihren Gotteshäusern versammelt hatten".

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte dazu auf, sich "dem Übel des Terrorismus, von Gewalt und Unterdrückung mit ganzer Kraft entgegen zu stellen". Verurteilt wurden die Anschläge auch von den Regierungen in Paris, London und Washington sowie von der EU-Außenbeauftragen Catherine Ashton.

Gewalttätige Sekte Boko Haram

Zu der Anschlagsserie bekannte sich die islamistische Sekte Boko Haram, die im muslimisch geprägten Norden Nigerias die Errichtung eines islamischen Gottesstaates anstrebt. "Wir sind für alle Anschläge der vergangenen Tage verantwortlich, einschließlich der heutigen Bombe gegen die Kirche in Madalla", sagte Sprecher Abul Qaqa der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte an, die Sekte werde ihre Attacken in den nächsten Tagen fortsetzen.

In den vergangenen Monaten wurden die Angriffe von Boko Haram immer rücksichtsloser, so dass Experten vermuten, die Gruppe könnte Verbindungen zu der in Nordafrika aktiven Extremistenorganisation El Kaida im Maghreb aufgenommen haben. Bei einer Serie von Anschlägen vor Weihnachten, zu der sich Boko Haram ebenfalls bekannte, waren nach Schätzungen der Polizei bis zu hundert Menschen getötet worden.

Der Ölstaat Nigeria ist mit 160 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Afrikas. Der Norden ist mehrheitlich von Muslimen bewohnt, im Süden sind die Christen in der Mehrheit. Zwischen Anhängern beider Religionen kommt es regelmäßig zu Gewalt. In der nordöstlichen Stadt Potiskum wurden in der Nacht zum Montag laut Polizei rund 30 Geschäfte von Christen in Brand gesetzt. Aus dem nahegelegenen Damaturu, wo es nach Zusammenstößen zwischen Islamisten und Sicherheitskräften in den vergangenen Tagen an Weihnachen einen Selbstmordanschlag gab, versuchten hunderte Menschen zu fliehen.

AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.