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Anschlag auf Kasino in Mexiko: Polizei nimmt fünf Verdächtige fest

Die mexikanischen Behörden haben fünf mutmaßliche Mitglieder der Killerbande "Los Zetas" festgenommen. Sie haben gestanden, in den Brandanschlag auf ein Kasino in Monterrey verwickelt zu sein, bei dem am Donnerstag 52 Menschen ums Leben gekommen waren.

Im Zusammenhang mit dem schweren Brandanschlag auf das Kasino von Monterrey sind fünf mutmaßliche Mitglieder der mexikanischen Drogenbande Los Zetas festgenommen worden. Die Festgenommenen hätten ihre Beteiligung an der Tat gestanden, sagte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Nuevo León, Adrián de la Garza, am Montag. Darüber hinaus hätten sie eingeräumt, der Bande Los Zetas anzugehören, ergänzte Gouverneur Rodrigo Medina während einer Pressekonferenz. Zunächst hatte die Polizei am Sonntag einen Jugendlichen gefasst, der die Tat gestand. Dieser führte die Beamten dann auf die Spur von vier Komplizen.

Den Brandanschlag im "Casino Royale" hatten am Donnerstag ein Dutzend Bewaffnete verübt. 52 Menschen starben. Die Staatsanwaltschaft in Nuevo Léon veröffentlichte am Montag eine Liste mit den Namen der Opfer, nachdem auch die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen anhand von DNA-Tests identifiziert werden konnten. Demnach handelt es sich bei 42 der Toten um Frauen.

Es ging offenbar um nicht gezahltes Schutzgeld

Nach Angaben des Gouverneurs des Bundesstaates war vermutlich nicht gezahltes Schutzgeld Hintergrund der Tat. Der Anschlag sorgte auch über die Grenzen Mexikos hinaus für Bestürzung. In Monterrey gingen am Sonntag mehr als 2000 Menschen gegen die eskalierende Gewalt auf die Straßen.

Die Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo León galt bis noch vor wenigen Jahren als die sicherste Stadt Mexikos. In den Grenzregionen des Landes zu den USA herrscht jedoch seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg, der inzwischen auch in Monterrey angekommen ist. Allein im vergangenen Monat wurden in der mit vier Millionen Einwohnern drittgrößten Stadt Mexikos mehr als 70 Menschen getötet. Nach Behördenangaben ist ein Machtkampf zwischen den als besonders brutal geltenden Los Zetas und dem Golfkartell für den Anstieg der Gewalt in Nordmexiko verantwortlich.

kng/AFP / AFP