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Anschlagserie auf Autotransporter: Geheimnisvoller Autobahn-Schütze gefasst

Die Angst fuhr immer mit; jahrelang. Fahrer von Autotransportern können nun aufatmen. Der Autobahn-Schütze, der in 700 Fällen Schüsse auf Lkw abgegeben hat, ist gefasst. Sein Motiv ist noch unklar.

Eine bundesweite Serie von Schüssen auf Autotransporter ist Medienberichten zufolge aufgeklärt. Beamte des Bundeskriminalamts hätten am Sonntag in der Eifel einen Verdächtigen festgenommen, berichteten die Sender SWR-Info und Bayerischer Rundfunk (BR).

Der Mann sei selbst LKW-Fahrer, heißt es. Nach Informationen der beiden Sender hat der Mann die Taten gestanden. Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden bestätigte den Fall am Sonntagabend nicht. Es habe zwar einen Einsatz gegeben, hieß es. Weitere Details wurden aber zunächst nicht bekannt.

Viele Einschüsse erst spät entdeckt

Der bislang unbekannte Täter sorgte seit Jahren für Angst und Schrecken auf den Autobahnen. Seit 2008 soll er mehr als 700-Mal abgedrückt haben. Zwei Frauen wurden schwer verletzt: eine kam in ihrem Auto von der Straße ab und prallte gegen die Mittelleitplanke, die andere wurde Ende 2009 bei Würzburg in ihrem Auto am Hals getroffen.

Viele der Fälle verliefen allerdings weniger spektakulär. Nicht selten wurden die Einschüsse erst am Ende langer Fahrten durch die Spediteure entdeckt. Daher gestaltete sich die Suche nach dem Täter ungewöhnlich schwer. Zuletzt waren für Hinweise, die zur Ergreifung des Schützen führen, 100.000 Euro Belohnung ausgelobt. Wegen der anhaltenden Erfolglosigkeit der Fahnder übernahm im vergangenen Jahr das Bundeskriminalamt den Fall.

dho/DPA / DPA
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