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Anschlagsversuch bei US-Weihnachtsfeier: 19-jähriger Student wollte Autobombe zünden

Anstelle einer Explosion gab es Handschellen. Mit einer Autobombe wollte der junge Mann aus Somalia ein Blutbad bei der öffentlichen Weihnachtsfeier in der US-Stadt Portland anrichten. Doch die Bombe entpuppte sich als Attrappe - und sein Komplize als verdeckter Ermittler des FBI.

Im US-Bundesstaat Oregon ist ein 19-Jähriger festgenommen worden, der bei einer Feier zum Auftakt der Weihnachtssaison eine Autobombe zünden wollte. FBI-Agenten hatten den aus Somalia stammenden Studenten seit längerem überwacht. Der Sprengsatz, der am Freitagabend (Ortszeit) in Portland an der Westküste explodieren sollte, war rechtzeitig unschädlich gemacht worden, berichteten der US-Sender CNN und andere Medien am Samstag.

Nach Angaben des Justizministeriums in Washington wollte der Teenager, der die US-Staatsbürgerschaft besitzt, mit einem Telefonanruf den in einem Lieferwagen versteckten vermeintlichen Sprengsatz auslösen. In diesem Moment wurde er festgenommen. "Die Bedrohung war sehr real. Er war entschlossen, einen Angriff in sehr großem Maßstab auszuführen", sagte ein Polizeisprecher. "Wir gehen aber nicht davon aus, dass es weiterhin eine Bedrohungssituation gibt."

Die Sicherheitsbehörden hatten schon 2009 festgestellt, dass der junge Mann Kontakte nach Pakistan unterhalten habe. Seitdem stand er in engem Kontakt mit einem Geheimagenten, den er anscheinend für einen potenziellen Mittäter hielt. Am Freitagabend fuhr der junge Mann, dessen Name mit Mohamed Osman Mohamud angegeben wird, mit dem Auto in die Nähe der geplanten Feier, wo eine Viertelstunde später zum ersten Mal die Lichter am Weihnachtsbaum angezündet werden sollten.

Die Festnahme war nach CNN-Angaben der Höhepunkt einer langwierigen Undercover-Operation. Der Festgenommene soll Agenten gegenüber geäußert haben, dass er seit dem Alter von 15 Jahren über gewaltsame Aktionen im Namen des Dschihad, des "Heiligen Kriegs", nachdenke. Nun wird dem Teenager vorgeworfen, einen Anschlag mit Massenvernichtungswaffen geplant zu haben. Darauf steht lebenslange Haft.

DPA / DPA