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Anti-Piraten-Mission: Nato-Kriegsschiffe befreien Frachter vor Somalia

Ein italienischer Schrott-Frachter wird vor der Küste Somalias von Piraten gekapert. Kurze Zeit später kommen britische und US-amerikanische Schiffe der gekidnappten Besatzung zur Hilfe.

Britische und US-amerikanische Marineeinheiten haben am Dienstag einen italienischen Frachter vor der Küste Somalias aus Piratenhand befreit. Wie das italienische Außenministerium bestätigte, gelang es zwei Kriegsschiffen der Nato-Anti-Piraten-Mission "Ocean Shield", die Besatzung des italienischen Schiffes "Montecristo" unverletzt in Sicherheit zu bringen. Elf Piraten wurden festgenommen.

"Man kann nur zufrieden sein", kommentierte Außenminister Franco Frattini den erfolgreichen Einsatz. Die in Livorno ansässige Reederei D'Alesio Group des geretteten Schiffes zeigte sich ebenfalls "erleichtert".

Zwei weitere italienische Frachter in Piratenhand

Der mit Eisenschrott beladene Frachter war von bewaffneten Piraten am Montagmorgen gekapert worden - nach Angaben der Reederei etwa 620 Seemeilen (rund 1150 Kilometer) von der somalischen Küste entfernt. Aktuell befinden sich noch zwei weitere italienische Schiffe in Gewalt somalischer Piraten: Die "Savina Caylyn" und die "Rosalia D'Amato" waren jeweils am 8. Februar und 21. April gekapert worden.

Somalische Seeräuber gefährden seit Jahren die Schifffahrt vor Ostafrika. Die Regierung in Somalia, die wegen des seit 15 Jahren andauernden Bürgerkriegs nicht in der Lage ist, den Piraten das Handwerk zu legen, stimmte schließlich einem internationalen Waffengang zu. Angesichts der häufigen Angriffe hat die Nato im März 2010 ihre Operation "Ocean Shield" bis Ende 2012 verlängert.

fw/DPA / DPA
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