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Argentinische Staatsanwaltschaft: Iranischer Ex-Präsident angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Argentiniens hat Klage gegen den iranischen Ex-Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani erhoben. Der soll für den schwersten Anschlag der argentinischen Geschichte verantwortlich sein.

Wegen des Anschlags auf das jüdische Gemeindezentrum in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires 1994 hat die Staatsanwaltschaft jetzt Klage gegen den damaligen iranischen Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani und sieben weitere ehemalige iranische Funktionäre, darunter den früheren Außenminister Ali Akbar Welajati, erhoben. Bei dem schwersten Anschlag der argentinischen Geschichte waren 85 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden.

Anschlag ging von Irans Regierung aus

Der für das Verfahren zuständige Richter muss nun entscheiden, ob er die Ausstellung eines internationalen Haftbefehls beantragt. Für die Ausstellung der Haftbefehle ist Bundesrichter Rodolfo Canicoba Corral zuständig. Er äußerte sich zunächst nicht.

"Wir haben Beweise, dass die Entscheidung für den Anschlag ... damals von den höchsten Stellen in Irans Regierung getroffen wurden", sagte Staatsanwalt Alberto Nisman. Nach seinen Worten wurde die libanesische Hisbollah 1993 von iranischen Regierungsvertretern beauftragt, den Anschlag auszuführen. Iran hat eine Verwicklung in den Anschlag immer bestritten.

AP/Reuters / AP / Reuters