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24-Jährige erdrosselt: Mord an schwangerer Rebecca: Angeklagter wollte seine Ehe schützen

Die hochschwangere Rebecca wurde vor knapp einem Jahr tot aufgefunden. Ihr damaliger Geliebter soll sie ermordet haben. Zum Prozessauftakt in Aschaffenburg gesteht der 32-Jährige - und spricht von einem "Blackout".

Der Angeklagte sitzt im Landgericht Aschaffenburg neben seinem Verteidiger

Jens M. sitzt im Landgericht Aschaffenburg: Er gestand den Mord an seiner Geliebten Rebecca

Vor dem Landgericht Aschaffenburg hat der Prozess um den Mord an der hochschwangeren Rebecca W. begonnen. Ihr ehemaliger Geliebter Jens M. ist wegen Mordes in Tateinheit mit einem Schwangerschaftsabbruch angeklagt. Zum Auftakt legte der 32-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. "Der Angeklagte weiß, dass er schwere Schuld auf sich gelegt hat. An dieser Schuld hat er schwer zu tragen", heißt es in einer mehrseitigen Erklärung, die sein Anwalt verlas.

Jens M. bestreitet nach den Worten seines Verteidigers aber den Mordvorwurf und strebt eine Verurteilung wegen Totschlags an. Er soll laut Anklage im Mai vergangenen Jahres die von ihm hochschwangere 24-Jährige erdrosselt haben, um seine Ehe zu schützen.

Wegen Beihilfe mit angeklagt ist ein Freund des Lkw-Fahrers, der in den Plan eingeweiht gewesen sein soll. Er soll dem mutmaßlichen Mörder sein Auto zur Verfügung gestellt haben. 

Angeklagter spricht über letztes Treffen mit Rebecca

Jens M. begründet die Tat nach Angaben seines Verteidigers mit einem Blackout. Er, Jens M., habe Rebecca W. am Tattag getroffen, um sich nochmals über die bevorstehende Geburt zu unterhalten. Auf einem Waldweg sei es dann auf Wunsch des späteren Opfers zu sexuellen Handlungen gekommen, die von der Frau dann aber wieder unterbrochen worden seien.

In dieser Situation seien beide zu Boden gefallen und habe Rebecca W. angefangen, um Hilfe zu rufen. M. habe dann einen "völligen Blackout" gehabt und die Frau zunächst mit den Händen gewürgt und sie schließlich mit Hilfe von Kabelbindern erdrosselt. Sein Mandant habe zu dem Zeitpunkt unter Drogeneinfluss gestanden, sagte der Verteidiger.

Jens M. droht lebenslange Haftstrafe

Der Fall hatte vergangenes Jahr bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nachdem Rebecca W. ihren dreijährigen Sohn nicht vom Kindergarten abgeholt hatte, hatte eine groß angelegte Suchaktion begonnen. Die Leiche der jungen Frau wurde schließlich in einer von dem mutmaßlichen Mörder angemieteten Garage gefunden.

M. droht eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil könnte am 24. Juni fallen.


kis / AFP / DPA