Attentat auf Hamas-Funktionär Polen liefert mutmaßlichen Mossad-Agenten an Berlin aus


Der Auslieferung eines mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad, Uri Brodsky, an Berlin steht nichts mehr im Weg. Ein Berufungsgericht in Warschau wies am Donnerstag die Beschwerden der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft zurück und bestätigte die Entscheidung einer niedrigeren Instanz.

Der Auslieferung eines mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad, Uri Brodsky, an Berlin steht nichts mehr im Weg. Ein Berufungsgericht in Warschau wies am Donnerstag die Beschwerden der Verteidigung und der Staatsanwaltschaft zurück und bestätigte die Entscheidung einer niedrigeren Instanz.

Der angebliche Mossad-Agent war am 4. Juni am Flughafen in Warschau festgenommen worden. Er steht im Verdacht, von Deutschland aus Vorbereitungen für ein Attentat auf einen Hamas-Führer in Dubai getroffen zu haben. Der Hamas-Funktionär Mahmud al-Mabhuh war am 19. Januar in Dubai ermordet worden.

Ein polnisches Bezirksgericht hatte Anfang Juli der Überstellung des Mannes nach Deutschland zugestimmt. Die Richter befanden allerdings, dass er dort nicht wegen geheimdienstlicher Tätigkeit, sondern nur wegen Falschbeurkundung und Fälschung vor Gericht gestellt werden kann.

DPA DPA

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