HOME

Attentat auf Landrat: Todesschütze von Hameln war vorbestraft

In der Kreisverwaltung von Hameln hat ein älterer Mann den Landrat des Kreises erschossen und sich dann selbst getötet. Jetzt gab die Polizei bekannt: Der Todesschütze war mehrfach vorbestraft.

Ein Rentner hat den Landrat in Hameln und dann sich selbst erschossen. Seine Bluttat hatte der 74-Jährige wohl länger geplant, das Motiv liegt jedoch im Dunkeln.

Der Schütze tötete den langjährigen Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, Rüdiger Butte, am Freitagvormittag in dessen Büro im Kreishaus mit einem großkalibrigen Revolver. Der 74-Jährige beging unmittelbar nach der Tat Selbstmord. "Ganz Hameln steht unter Schock", sagte Stadtsprecher Thomas Wahmes. Die Nachricht vom gewaltsamen Tod des 63-jährigen Butte habe sich am Freitag wie ein Lauffeuer verbreitet.

Wie die Polizei bekanntgab, war der Todesschütze mehrfach vorbestraft. Der Mann sei wegen verschiedener Delikte, darunter Körperverletzung aufgefallen, sagte Göttingens Polizeipräsident Robert Kruse am Freitag in Hameln. Unter anderem sei er 2009 wegen Waffenbesitzes verurteilt worden. Die Erlaubnis zum Tragen einer Waffe war dem Täter bereits 1988 entzogen worden.

Ehemann und Vater zweier Kinder

Nach Angaben der Polizei hatte der 74-Jährige vor der Tat tagelang versucht, telefonisch einen Termin beim Landrat zu erhalten. Am Freitag habe er schließlich vor dem Büro des Landrats gewartet. In Buttes Dienstzimmer habe der Mann schließlich mehrere Schüsse abgefeuert. Der verheiratete Politiker und Vater von zwei Kindern hatte keine Chance und starb noch in seinem Büro. Augenzeugen für das Verbrechen gibt es keine.

Für den Todesschützen war es offenbar kein Problem, in die Nähe des Landrates zu kommen. Im Kreishaus gibt es nach Angaben der Polizei keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen. Jedermann habe freien Zugang zu dem Verwaltungsgebäude. Unklar ist bisner noch, ob sich Opfer und Täter persönlich kannten.

Die Sprecherin des Landkreises, Sandra Lummitsch, hörte die Schüsse in einem benachbarten Büro. Sie sagte der Nachrichtenagentur DPA, anschließend sei Buttes Vorzimmerdame zu ihr gelaufen und habe gerufen: "Etwas Schreckliches ist passiert." Die Sprecherin alarmierte die Polizei. Danach habe sie sich mit der Kollegin im Büro eingeschlossen. Der Täter sei ihr bisher nicht bekannt gewesen.

Trauer und Entsetzen

Der gewaltsame Tod des Hamelner Landrates löste Trauer und Entsetzen aus. "Ich bin tief betroffen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Butte sei ein "wunderbarer Mensch" gewesen, "immer freundlich, zugewandt und motivierend". Weil betonte, er werde Butte "immer dankbar sein" für dessen Einsatz als Chef des Landeskriminalamtes und als Landrat. Das Mitgefühl der Landesregierung sei bei Buttes Frau und dessen Familie.

"Mir fehlen die Worte nach solch einer grausamen Tat", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) nach Ministeriumsangaben. Butte sei ein gradliniger, kompetenter und erfahrener Kommunalpolitiker sowie ein ausgewiesener Kriminalist und allseits geschätzter Kollege in der Polizei gewesen.

Der 63 Jahre alte Butte war seit 2005 Landrat von Hameln-Pyrmont. Zuvor war er vier Jahre lang Direktor des Landeskriminalamtes in Niedersachsen gewesen.

che/dho/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.