VG-Wort Pixel

Geldwäsche und Betrug Auf Instagram protzt er mit Autos und Privatjets - nun drohen ihm 20 Jahre Haft


Auf Instagram stellte "Ray Hushpuppi" seinen opulenten Lebensstil zur Schau: Teure Autos, Privatjets, Luxusuhren. Doch seinen Reichtum soll er kriminellen Machenschaften und Geldwäsche zu verdanken haben. Nun wird ihm in den USA der Prozess gemacht. 

Auf Instagram hat Ramon Abbas 2,4 Millionen Follower. Unter dem Pseudonym "Ray Hushpuppi" lässt der Nigerianer sie an seinem luxuriösen Leben teilhaben. Mal posiert er auf der Haube eines roten Ferraris, mal führt er einen violetten Rolls Royce vor, mal zelebriert er den Komfort eines Privatjets. In Dubai wähnte sich der 37-Jährige in Sicherheit. Doch seine Protzerei bringt das FBI auf seine Spur. Denn entgegen seiner Behauptung, sein Vermögen als Immobilienentwickler verdient zu haben, soll er durch Betrug und Geldwäscherei zu dem Reichtum gelangt sein. 

Da ist sich die US-Behörde sicher. Abbas ist im vergangenen Monat in Dubai festgenommen worden und wurde am vergangenen Donnerstag an die USA ausgeliefert, wo er sich nun vor Gericht verantworten muss. "Die Untersuchung des FBI hat ergeben, dass Abbas diesen opulenten Lebensstil durch Kriminalität finanziert hat", schrieb FBI-Spezialagent Andrew Innocenti in einer eidesstattlichen Erklärung, die bei einem Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht wurde. 

Demnach soll Abbas einer der führenden Köpfe hinter einem internationalen Netzwerk sein, das durch Hacking-Angriffe und betrügerische Systeme Hunderte von Millionen Dollar gestohlen und gewaschen hat. 

Der Verschwörung zur Geldwäsche beschuldigt 

So soll er unter anderem Unternehmens-E-Mails gehackt und Mitarbeiter dazu gebracht haben, Geldtransfers zu tätigen. Außerdem steht Abbas und sein Netzwerk im Verdacht, eine Verschwörung in Gang gesetzt zu haben, um 100 Millionen Pfund (ungefähr 124 Millionen Dollar) von einem englischen Premier-League-Fußballverein zu stehlen. 

"Dies ist ein herausfordernder Fall, der sich über internationale Grenzen, traditionelle Finanzsysteme und die digitale Welt erstreckt", so die Aussage von Jesse Baker, Special Agent des US-Geheimdienstes in der eidesstattlichen Erklärung. "Die Technologie hat geografische Grenzen aufgehoben, sodass internationale kriminelle Syndikate glauben, dass sie außerhalb der Reichweite der Strafverfolgungsorgane operieren." Doch in diesem Fall spielte die Geltungssucht von Abbas dem FBI in die Hände. Nach Angaben des US-Justizministeriums konnte die Behörde seine Aktivitäten anhand der Instagram-Posts nachverfolgen.

Sollte Abbas der Verschwörung zur Geldwäsche für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu 20 Jahren Gefängnis.

Nach Angaben der Polizei von Dubai wurden bei der Razzia, die zu der Festnahme von Abbas und elf weiteren Verdächtigen führte, fast 41 Millionen US-Dollar, 13 Luxusautos im Wert von 6,8 Millionen US-Dollar beschlagnahmt und Adressen von fast 2 Millionen möglichen Opfern sichergestellt. 

ivi

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker