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Anklage sieht Sex-Urlaub als Motiv: Mann zerstückelt Ehefrau - und bereitete die Tat akribisch vor

Ein Mann aus Augsburg hat seine Ehefrau getötet, die Leiche zersägt und in einem Lagerhaus deponiert. Auf die grausame Tat bereitete er sich offenbar gut vor und recherchierte im Netz, wo er sie am besten mit dem Hammer treffen müsste.

Der angeklagte Mann, der gestand, seine Frau ermordet und zerstückelt zu haben, im Gerichtssaal ins Augsburg

Der angeklagte Mann, der gestand, seine Frau ermordet und zerstückelt zu haben, im Gerichtssaal ins Augsburg

Ein 53-Jähriger hat vor dem Augsburger Landgericht zugegeben, seine schlafende Ehefrau getötet, die Leiche zersägt und in einem deponiert zu haben. Anschließend flog der Mann Anfang Dezember 2015 zu einem langen Urlaub nach Thailand, wo er mehrere Frauen traf. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist diese Reise auch der Grund dafür, dass der Angeklagte seine Frau umgebracht hat. Er habe mit dem Geld seiner Frau den Urlaub finanzieren wollen, um neue sexuelle Kontakte zu knüpfen.

Nach Informationen der "Bild" bereitete der Geständige seine Tat akribisch vor. Demnach soll er vor Gericht gesagt haben: "Ich hatte mir Check-Listen gemacht, arbeitete diese ab." Wie das Blatt weiter berichtet, ergäbe sich aus den Suchanfragen des Angeklagten im Netz folgender Ablauf: Anfang November soll er sich nach Mietlagern in Augsburg erkundigt und recherchiert haben, wie man den Kopf eines Opfers mit einem schweren Gegenstand tödlich treffen muss. Der Angeklagte habe ausgesagt, seiner Frau so Leid möglichst ersparen zu wollen. Bei einer Lagerhausbesichtigung soll er sich die Fächermaße gemerkt haben, um dort später die Kisten mit den Leichenteilen zu verstauen. 

Angeklagter suchte im Netz nach "Verwesung verhindern"

Zwei Tage vor der Tat habe er dann nach "Verwesung verhindern" im Netz gesucht. Danach habe er einen zwei Kilo schweren Hammer und Klebeband besorgt. Am 30. November soll er dann seiner Frau im Schlaf mit einem Hammer den Schädel eingeschlagen haben. Anschließend habe er ihr eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt und mit Klebeband verschlossen. Sein Opfer sei erstickt.

Der Angeklagte begründete laut DPA seine grausame Tat damit, dass er sich selbst das Leben habe nehmen wollen und seine 37 Jahre alte Partnerin dann wohl auch einen Suizid begangen hätte. Der aus Friedberg bei Augsburg stammende Mann hatte nach Informationen der "Bild" im Anschluss an die Tat die Frage "Wann stinkt eine Leiche?" gegoogelt. Danach habe er die Kisten mit Bauschaum ausgeschäumt, ehe er sie verstaute.

Auch das Opfer hatte der Mann einst in Südostasien kennengelernt. Die 37-Jährige stammte von den Philippinen und lebte seit zehn Jahren mit dem Angeklagten in Deutschland.

fin mit Agenturen / DPA
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