HOME

Augsburger Polizistenmord: Fahndungserfolg bringt Angehörigen und Kollegen Trost

Ein kaltblütiger Polizistenmord in Augsburg sorgte vor zwei Monaten bundesweit für Aufsehen. Jetzt scheinen die Täter gefasst. Einer der beiden tatverdächtigen Brüder saß schon einmal wegen eines Polizistenmordes im Gefängnis.

Für die Ehefrau und die beiden Söhne von Mathias Vieth war es ein trauriges Weihnachten. Vor zwei Monaten wurde ihnen der Mann und Vater genommen. Zwei Motorradfahrer hatten den 41 Jahre alten Augsburger Polizisten Ende Oktober nach einer nächtlichen Kontrolle erschossen. Zumindest die Ungewissheit, wer für den Mord verantwortlich ist, könnte den Angehörigen bald genommen sein. Mit Hilfe einer DNA-Analyse wurden die mutmaßlichen Täter, ein Brüderpaar, letztendlich gefasst. Dabei ergibt sich die erschreckende Erkenntnis: Einer von ihnen hat laut Ermittlern schon einmal einen Polizisten getötet.

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) wirkt bei der Vorstellung der Ermittlungsergebnisse am Freitag sichtlich angespannt. "Wir ruhen nicht, ehe solche Verbrechen aufgeklärt sind", sagt Merk. Ihre Gedanken seien bei der Familie des Ermordeten. "Ein Leben wurde unwiederbringlich ausgelöscht." Für die Angehörigen könne es jedoch eine Genugtuung oder Trost sein, dass die Mörder ein Gesicht bekommen hätten. Die Ministerin nimmt den Polizistenmord zum Anlass, erneut härtere Strafgesetze zu fordern.

Der damalige Täter war zwar zu lebenslanger Haft verurteilt, aber nach 19 Jahren wieder freigelassen worden. Sollte sich der Tatverdacht bestätigen, dass der nun 56-Jährige erneut einen Polizisten ermordet hat, erwartet auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU), dass dieser für den Rest seines Lebens hinter Gitter kommt. Herrmann ist die Erleichterung anzumerken, als er am Freitag in Augsburg den Ermittlern zum Fahndungserfolg gratuliert.

Die Ermittler sind überzeugt

Es war neblig in der Nacht zum 28. Oktober, als sich der Polizist Vieth und seine Kollegin um 2.50 Uhr auf einem Parkplatz zwei Motorradfahrern nähern, um sie zu überprüfen. Die Männer, die nach Auffassung der Ermittler einen Raubüberfall geplant hatten, flüchten sofort. Auf einem Waldweg stürzen sie mit ihrem Motorrad und ohne Vorwarnung eröffnen sie aus rund zehn Metern das Feuer. Vieth, der aus dem Streifenwagen gestiegen ist, wird in Hals, Kopf und Unterleib getroffen. Er verblutet, während die Täter ihre Flucht unerkannt zu Fuß fortsetzen. Vieths Kollegin erleidet eine Verletzung an der Hüfte.

Auch wenn die Tatverdächtigen schweigen - die Ermittler sind überzeugt davon, die Richtigen gefasst zu haben. Die beiden Tatverdächtigen, die am Donnerstag in Augsburg und Friedberg festgenommen wurden, sind 56 und 58 Jahre alt. Gegen die Brüder ist Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes und gemeinschaftlichen versuchten Mordes ergangen. Den Grundstein für den Fahndungserfolg legte eine DNA-Spur, die am Tatort gefunden wurde. Sie konnte jetzt zweifelsfrei dem älteren der beiden Brüder zugeordnet werden.

Der jüngere Tatverdächtige gilt nach Angaben von Reinhard Nemetz, Leitender Oberstaatsanwaltschaft, dennoch als Hauptbeschuldigter. 36 Jahre ist es her, dass er schon einmal einen Polizisten erschossen hat. Der Mörder war damals erst 19 Jahre alt. "Es ist außerordentlich tragisch, dass derjenige, der bereits einen Polizisten getötet hat, in gleicher Weise wie damals schuldig geworden ist", sagt Nemetz.

Rund 700 Hinweise

Die Jagd nach den Tätern wurde seit Oktober mit immensem Aufwand betrieben. Profiler der Münchner Polizei und die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" sollten helfen, das Verbrechen aufzuklären. Hinweise zur Aufklärung der Tat wurden schrittweise auf insgesamt 100.000 Euro erhöht. Rund 700 Hinweise seien aufzuarbeiten gewesen, sagt Nemetz. Letztlich führten sie jedoch nicht zur Aufklärung, so dass die Belohnung niemandem zugesprochen wird.

Auch Augsburgs Polizeipräsident Gerhard Schlögl äußert seine Erleichterung darüber, dass die Anstrengungen der Sonderkommission "Spickel" zum Erfolg geführt haben. Die Beamten hätten acht Wochen lang mit enormem Einsatz an dem Ziel gearbeitet, die Tat aufzuklären. Der Fahndungserfolg helfe allen Kollegen zur Bewältigung der Geschehnisse, ist Schlögl überzeugt. "Die Tat hat innerhalb der Polizei Augsburg tiefe Spuren hinterlassen."

Birgit Klimke, DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.