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Austauschschüler erschossen: 17-jähriger Hamburger tappte in Falle für Einbrecher

Bewegungssensoren, Babyfon, Live-Videoübertragung aus der Garage: Der Hausbesitzer, der im US-Bundesstaat Montana einen deutschen Austauschschüler erschoss, hatte eine Falle für Einbrecher aufgebaut.

Der Todesschütze des 17-jährigen Austauschschülers Diren D. aus Hamburg ist wegen vorsätzlicher Tötung im US-Staat Montana angeklagt worden. Laut Anklageschrift soll der 29-jährige Markus K. nach zwei Einbrüchen in den vergangenen drei Wochen eine Art Falle aufgestellt haben, um Einbrecher zu fassen. Dort erwischte er den Deutschen in der Nacht zum Sonntag und tötete ihn durch mehrere Schüsse. Um kurz nach Mitternacht ging bei der Polizei in Missoula ein Notruf aus der Siedlung Grant Creek ein; eine Nachbarschaft mit gepflegten Einfamilienhäusern.

Zu der Tat werden immer mehr Details bekannt. So stand laut Anklageschrift das Tor zur Garage von Markus K. rund anderthalb Meter weit geöffnet, als der Teenager aus Deutschland sich in der Nacht zum Sonntag auf das Grundstück begab. Die Partnerin des Mannes hatte eine Handtasche mit persönlichen Gegenständen in die Garage gestellt - "damit sie es nehmen", sagte sie der Polizei. Beide überwachten den Bereich mit Hilfe von Bewegungssensoren, einem Babyfon und einer Live-Videoübertragung aus dem Innenraum der Garage.

Vier Schüsse in die Dunkelheit

"Ich warte nur darauf, einen verdammten Typen zu erschießen", soll der Angeklagte einer Zeugin zufolge gesagt haben. Drei Nächte in Folge habe er bereits mit seinem Gewehr gewartet, um die Einbrecher zur Strecke zu bringen. Er hatte vier Schüsse in die dunkle Garage abgefeuert, nachdem sein Alarmsystem ihn auf einen Eindringling aufmerksam machte. Der Jugendliche wurde im Kopf und Arm getroffen und starb später im Krankenhaus. Dem 29-Jährigen drohen bei einer Verurteilung mindestens zehn Jahre Haft und als Höchststrafe ein Leben hinter Gittern.

"Er hatte nicht einmal die Absicht zu töten", sagte Paul Ryan, der Strafverteidiger des Todesschützen, am Montag beim ersten Auftritt von K. vor Gericht. "Es ist ohne Frage wirklich tragisch." K., der bei der Forstfeuerwehr arbeitet, und seine Lebensgefährtin hätten den Teenager nicht gekannt, sagte Ryan. Das Paar habe noch versucht, den Jungen wiederzubeleben. "Sie haben alles getan, was sie konnten, um ihm zu helfen", fügte der Anwalt hinzu.

Der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Andrew Paul meldete Zweifel an, dass K. einen vernünftigen Grund hatte, mit Waffengewalt eine Bedrohung abzuwehren. "Er hat einfach nur ins Dunkle gefeuert", sagte Paul der Nachrichtenagentur AFP.

Was wollten die Jungs in der Garage?

Berichten von Lokalzeitungen zufolge war der Hamburger mit einem anderen Jungen unterwegs, der nach den Schüssen weggelaufen sei. Vize-Bezirksstaatsanwalt Paul sagte auf die Frage, wie er sich den Hergang erkläre, D. habe nach Angaben seines Freundes etwas zu Trinken gesucht. "Er sah die offene Garage, und seine Gastfamilie hat in der Garage immer Gatorade."

K. war nach den Schüssen festgenommen worden, bei der Anhörung am Montag setzte das Gericht die Kaution für eine vorläufige Freilassung auf 30.000 Dollar fest. Die Staatsanwaltschaft erhob den Vorwurf der vorsätzlichen Tötung, darauf steht in Montana eine Strafe von zehn bis 100 Jahren Gefängnis.

Als Termin für die nächste Anhörung bestimmte das Gericht den 12. Mai. Ob es zu einem Prozess kommt, ist noch völlig unklar.

Verteidigung mit Waffen ist in Montana ausdrücklich erlaubt

Der 17-jährige Diren war im August in die USA gekommen. An der Big Sky High School von Missoula ging der Hamburger mit türkischen Wurzeln in die 11. Klasse, außerdem spielte er im Fußballteam und machte Leichtathletik. "Er war ein sehr beliebter Schüler", sagte eine Schulsprecherin der Zeitung "The Missoulian". "Die Leute können gar nicht genug betonen, was für ein großartiger Schüler und was für ein großartiger Mensch er war." Laut "Hamburger Morgenpost" stammte der Junge aus Hamburg-Altona.

Die Familie des Jugendlichen wurde mit Hilfe des Deutschen Generalkonsulats in San Francisco kontaktiert. Am Dienstag sollte eine Vertreterin des Konsulats in den US-Staat Montana reisen, um die Gastfamilie und die Angehörigen zu unterstützen. "Das ist in dem Fall wohl notwendig", sagte ein Sprecher, und sprach von besonderen Umständen. Auch der Vater des Jungen werde erwartet, hieß es.

Bürger Montanas dürfen sich wie in rund der Hälfte der 50 US-Staaten notfalls mit Waffengewalt verteidigen. Laut der sogenannten "Castle Doctrine" (Schloss-Doktrin) ist der Einsatz tödlicher Gewalt gegen Eindringlinge in Haus und Garten in den meisten Fällen erlaubt. In Staaten wie Missouri und Ohio gilt dies sogar für Autos. Allerdings muss sich der Schütze ernsthaft bedroht fühlen.

Auch die US-Austauschorganisation Council on International Educational Exchange (CIEE), über die der 17-Jährige in die USA gekommen war, schickte Vertreter nach Montana. Nach Angaben seines Hamburger Fußballvereins stand der Schüler wenige Wochen vor seiner Rückreise nach Deutschland.

anb/DPA/AFP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.