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Australien: Nadeln in Obst versteckt - Polizei will die "Erdbeer-Terroristin" gefasst haben

Aus Frust soll sie Nadeln in Obst versteckt und so Menschen verletzt haben. Nach "komplizierten" Ermittlungen ist eine 50-jährige Frau in Australien verhaftet worden. Ihr droht eine lange Haftstrafe.

Die 50-jährige Frau wurde im australischen Brisbane festgenommen, weil sie Nadeln in Erdbeeren versteckt haben soll

Die 50-jährige Frau wurde im australischen Brisbane festgenommen, weil sie Nadeln in Erdbeeren versteckt haben soll

DPA

Zwei Monate nach dem ersten Fund von Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren in Australien hat die Polizei eine Verdächtige festgenommen. Die 50-jährige Frau wurde nach "komplizierten und umfassenden Ermittlungen" am Sonntag gefasst, wie die Polizei im Bundesstaat Queensland mitteilte. Am Montag wurde sie in Haft genommen. Medienberichten zufolge lehnte es ein Gericht in Brisbane im Bundesstaat Queensland ab, die Frau gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen - aus Sorge, es könne gegen sie Repressalien geben.

Wie die Zeitung "The Australian" berichtete, warf ihr die Staatsanwaltschaft vor, Anfang September Erdbeeren aus "Böswilligkeit" und "Rache" mit Nadeln versehen zu haben. Ein Ermittler sagte vor Journalisten, es gebe "starke" Hinweise auf die Schuld der Festgenommenen, darunter DNA-Spuren.

Die 50-jährige Frau wurde im australischen Brisbane festgenommen, weil sie Nadeln in Erdbeeren versteckt haben soll

Die 50-jährige Frau wurde im australischen Brisbane festgenommen, weil sie Nadeln in Erdbeeren versteckt haben soll

DPA

Australien: Seit Wochen Berichte über Nadeln in Obst

Steck- und Nähnadeln in Erdbeeren und in anderem verpackten Obst sorgen in Australien seit Wochen für Aufregung. Im September war in Queensland ein Mann nach dem Verzehr von Erdbeeren mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden. In seinem Magen wurden Stecknadeln gefunden. Landesweit wurden daraufhin mehr als hundert Nadel-Funde in Erdbeeren gemeldet. Es gab sogar einen Fall im benachbarten Neuseeland. Der damals noch unbekannte Täter wurden von der Presse "Erdbeer-Terrorist" getauft.

Australische Supermärkte nahmen Erdbeeren daraufhin aus dem Handel, die Früchte landeten tonnenweise auf dem Müll. Der Bundesstaat Queensland setzte eine Belohnung in Höhe von 100.000 australischen Dollar (61.000 Euro) für Hinweise auf den oder die Täter aus. Die australische Regierung verschärfte die Gesetze für solche Taten. "Essens-Terroristen" droht nun bis zu 15 Jahre Haft.

fin / AFP