VG-Wort Pixel

44 Festnahmen Australische Polizei deckt Pädophilenring auf und befreit 16 Kinder

Hand auf der Computertastatur
Die verhafteten Männer verbreiteten kinderpornografisches Material im Internet
© Karl-Josef Hildenbrand / DPA
Die Polizei in Australien hat einen Pädophilenring aufgedeckt, der landesweit aktiv war. 44 Männer wurden verhaftet. Sie sollen kinderpornografisches Material im Internet verbreitet und sogar produziert haben.

Der Polizei in Australien ist ein Schlag im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern gelungen. Wie die Behörden mitteilten, führten jahrelange Ermittlungsarbeiten dazu, dass 44 Männer festgenommen und 16 Kinder befreit werden konnten. Die Verhafteten waren offenbar Teil eines landesweiten Pädophilenrings, berichtet der "Sydney Morning Herald".

Im Zuge der "Operation Molto" nahm die Polizei Verdächtige in jedem der sechs australischen Bundesstaaten fest. Den Männern im Alter zwischen 19 und 57 Jahren wird vorgeworfen, kinderpornografisches Material besessen und verbreitet zu haben. Manche hätten sogar pornografische Bilder und Filme mit Minderjährigen produziert. Das Material wurde auf Cloud-Diensten im Internet zur Verfügung gestellt. Insgesamt soll in 350 Fällen Anklage erhoben werden.

Kindesmissbrauch: Das jüngste Opfer war 18 Monate alt

Darüber hinaus befreite die Polizei insgesamt 16 Kinder, die sich in der Gewalt einiger der festgenommenen Männer befanden. Das jüngste der missbrauchten Kinder soll laut "Daily Mail" erst 18 Monate alt gewesen sein. Die Bilder, die innerhalb des Rings verbreitet wurden, seien "abscheulich" gewesen, teilte die Polizei mit. Unter den Festgenommenen befinden sich Männer verschiedenen Alters und aus verschiedenen Berufsgruppen, darunter auch ein Polizist. Einige der verhafteten Männer hätten auch in ihrem Beruf Kontakt zu Kindern, hieß es.

Innenminister Peter Dutton erklärte im Parlament, die Nachfrage nach Kinderpornos im Internet nehme in Australien zu. Das australische Zentrum gegen Kinderausbeutung meldete im Geschäftsjahr 2019/2020 zirka 7.000 Fälle von Kindesmissbrauch mehr als noch im vorausgegangenen. "Kinderpornografie anzusehen, zu verbreiten oder zu prouduzieren ist ein Verbrechen. Kinder sind keine Waren", sagte der Leiter der australischen Bundespolizei AFP. "Die Polizei und die anderen Behörden arbeiten rund um die Uhr daran, die Täter zu identifizieren und zu verfolgen."

Quellen: "The Sydney Morning Herald" / "Daily Mail"

epp

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker