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Autobahnschütze: Ermittler sagt im Prozess aus

Ein LKW-Fahrer aus der Eifel soll über Jahre hinweg Schüsse andere Lastwagen beschossen haben - insgesamt 171 mal. Nun steht der "Autobahnschütze" vor Gericht, wichtige Zeugen werden gehört.

Im Prozess um eine Serie von Schüssen auf Autobahnen sagt der leitende Ermittler des Bundeskriminalamtes aus. Der Kriminalhauptkommissar soll vor dem Landgericht Würzburg Angaben dazu machen, wie die Beamten auf die Spur eines Fernfahrers aus der Eifel gekommen waren. Die Fahndung nach dem Autobahnschützen war jahrelang erfolglos geblieben, erst eine umfangreiche Erfassung von Kennzeichen hatte im vergangenen Jahr den Durchbruch gebracht.

Beim Prozessauftakt hatte der angeklagte Lastwagenfahrer am Montag zugegeben, über Jahre hinweg vom Steuer aus auf die Ladung anderer Lastwagen gefeuert zu haben. Der 58-Jährige betonte, dass er dabei niemanden verletzen wollte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 171 Fälle vor und argumentiert, der Mann habe die Gefahr für das Leben anderer in Kauf genommen. In fünf Fällen lautet die Anklage daher auf versuchten Mord.

steh/DPA / DPA
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