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Verstörendes Inserat Baby für 5000 Euro bei Ebay angeboten

Screenshot der Ebay-Verkaufsanzeige für ein Baby
Die Polizei ermittelt gegen die Eltern des auf Ebay-Kleinanzeigen angebotenen Babys wegen Verdachts auf Menschenhandel
© Screenshot/www.twitter.com
Ein 40 Tage altes Baby für 5000 Euro kaufen? Auf Ebay-Kleinanzeigen machte am Dienstag ein genau solches Inserat die Runde. Nun konnte die Polizei Duisburg zwei Tatverdächtige ermitteln - die Eltern des Kleinkindes.

Im Falle eines auf Ebay-Kleinanzeigen zum Verkauf angebotenen Babys hat die Polizei Duisburg zwei Tatverdächtige ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe man am Mittwochabend die Wohnung einer Flüchtlingsfamilie im Duisburger Stadtteil Rheinhausen durchsucht und dort - wie in der Ebay-Anzeige angegeben - ein etwa 40 Tage altes Mädchen vorgefunden, teilte die Polizei in einer Pressemitteilung vom Donnerstag mit.

Gegen die Eltern werde nun wegen des Verdachts auf Menschenhandel ermittelt, heißt es. Während das Paar für weitere Vernehmung auf das Präsidium mitgenommen wurde, kam das Baby inzwischen in die Obhut des Jugendamtes.

Ebay stellte Baby-Verkaufsanzeige schnell offline

Auslöser des Polizeieinsatzes war eine am Dienstag auf der Ebay-Plattform erschienene Anzeige, in der ein 40 Tage altes Mädchen für 5000 Euro zum Verkauf angeboten wurde. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sei die Anzeige vom Internetanschluss der Eltern aufgegeben worden, der allerdings auch von anderen Familienmitgliedern genutzt werde, teilte die Polizei mit, die in der Wohnung auch Beweismaterial beschlagnahmte. Weitere Details zur Identität der Familie nannten die Ermittler nicht.

Die Verkaufsanzeige selbst war von Ebay bereits etwa 30 Minuten nach dem Erscheinen und heftigen Protesten aufmerksamer Nutzer wieder offline genommen worden. Zudem stellte das Unternehmen Anzeige gegen den da noch unbekannten Inserenten.

mod mit AFP

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