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Mehrere Fälle in Detroit: Grausige Funde und die Frage: Warum bewahren Bestatter tote Babys auf?

In mehreren Bestattungsfirmen im Raum Detroit finden Ermittler illegal aufbewahrte Leichen, viele von ihnen Föten oder Neugeborene. Die Polizei muss nun herausfinden, was hinter den grausigen Funden steckt.

Die Überreste von 36 Föten in Kisten und 27 weiteren in Kühlschränken entdeckter die US-Polizei bereits am Freitag

Die Überreste von 36 Föten in Kisten und 27 weiteren in Kühlschränken entdeckter die US-Polizei bereits am Freitag in diesem Bestattungshaus in Detroit

AFP

Man erwäge, eine Sonderkommission einzurichten, sagt der Detroiter Polizeichef James Craig. Es geht um "sittenwidrige Lagerung von sterblichen Überresten" und "Betrug". Zuvor hatten seine Ermittler mehr als 60 Babyleichen in einem Bestattungsinstitut gefunden. 36 Föten seien in Kisten gelagert gewesen, weitere 27 in Kühlschränken, berichtet unter anderem die Agentur Associated Press unter Berufung auf die Polizei. Es war nicht der erste grausige Fund dieser Art.

Eine Woche zuvor hatten Ermittler in einem anderen Bestattungshaus der Stadt hinter einer Deckenverkleidung zehn Föten und ein totes Neugeborenes gefunden. Dieser Fund war dort laut AP nur die Spitze des Eisbergs. Seit April fanden Ermittler demnach im Cantrell Funeral Home 38 Leichen, die unbehandelt eingelagert wurden, manche von ihnen von Schimmel überzogen. Dazu lagerte der Bestatter 269 Behälter mit eingeäscherten menschlichen Überresten.

In beiden Fällen seien die Behörden durch Hinweise auf die Machenschaften aufmerksam geworden. Auf die Föten hinter der Deckenverkleidung habe ein anonymer Brief aufmerksam gemacht. Der neuere Fund gehe auf den Hinweis eines Mannes zurück, der eben jenes Bestattungshaus bereits seit Juli verklagt - ebenfalls wegen der vorschriftswidrigen Lagerung von toten Föten und Neugeborenen. Beide Bestattungshäuser schloss der Staat Michigan dem Bericht zufolge umgehend und entzog ihnen die Lizenz.

Detroit: Finanzielle Motive hinter Babyleichen?

Die große Frage für die Ermittler ist nun, warum die beiden Bestattungshäuser die Leichen aufbewahrt haben. Laut AP gibt es Hinweise auf ein finanzielles Motiv. So seien mehrfach Totenscheine nicht ausgefüllt, Genehmigungen zum Aufbewahren von den Eltern nicht eingeholt und Bestattungen nicht beantragt worden. Die Zivilklage des Mannes, der den Tipp an die Polizei gab, wirft dem Unternehmen laut AP vor, Bestattungen abgerechnet zu haben, die nie durchgeführt worden seien. Zudem seien Babyleichen bis zu drei Jahren aufbewahrt worden, ohne das versucht wurde, die Eltern zu kontaktieren.

Den Ermittlern zufolge könnten die Handlungen der Bestatter demnach einen Straftatbestand erfüllen, auf den maximal zehn Jahre Haft und bis zu 50.000 US Dollar Strafe stehen.

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fin
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